SymbolbildHuthi-Raketen zielen weiter auf Saudi-Arabien, Jemens Regierung baut um
Jemens Regierung hat nach dem Stocken ihrer Offensive Minister und Frontkommandeure entlassen. Seit August sind laut UN fast 310.000 Menschen vertrieben worden.
Die saudisch geführte Koalition erklärte am Donnerstag, 5. November, ihre Luftabwehr habe eine ballistische Huthi-Rakete zerstört, die auf die Region Medina abgefeuert worden sei, wenige Minuten nachdem der saudische Zivilschutz vor Gefahr nahe dem Hafen Yanbu gewarnt hatte. Die Huthis nannten den Vorwurf, sie nähmen die Stadt ins Visier, eine "offenkundige und schwere Lüge" und erklärten, sie griffen nur Ölanlagen und Militärstützpunkte an. Das Wall Street Journal berichtet laut Jerusalem Post, die Huthis hätten von Saudi-Arabien 51 Milliarden Dollar und die Anerkennung als Herrscher des Jemen gefordert, im Gegenzug für ein Ende der Feindseligkeiten.
Umbau nach Rückschlägen
Präsident Raschad al-Alimi ersetzte den Informationsminister durch den Südjemeniten Salem al-Awlaki und entließ Yusuf al-Scharadschi, der die Front bei Taiz leitete, berichtet der Guardian. Generalmajor Raschad al-Jusfi soll nun die Aufhebung der Belagerung leiten. Die am 5. Oktober gestartete Offensive sei gescheitert, so die Zeitung, und laut Reuters stünden Huthi-Truppen rund 60 km vor Aden.
Taiz gehen die Vorräte aus
Die Preise in Taiz sind laut dem UN-Nothilfebüro OCHA um bis das Fünffache gestiegen, die Müllabfuhr ist eingestellt. Al Jazeera berichtet, Müllwerker gerieten nahe der Deponie im Huthi-Gebiet unter Scharfschützenfeuer, weshalb Anwohner den Abfall auf den Straßen verbrennen.
Werben in Europa
Außenministerin Afrah Abdulaziz al-Suba bat Frankreich am Dienstag, 3. November, zu helfen, die EU zu überzeugen, die Huthis als Terrororganisation einzustufen, berichtet Le Monde. Dasselbe Anliegen will sie in Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Italien und Griechenland vortragen.
Andere Meinungen
Irans Außenministerium bestreitet laut TASS, dass iranische Militärberater im Jemen sind, weist die Vorwürfe der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas zurück und nennt die EU wegen der Sanktionen mitschuldig.