SymbolbildTankerbrände in Hormus halten an, IMO hält Angriffszahl für zu niedrig
Irans Revolutionsgarden sagen, dass seit dem 25. Oktober 11 Tanker, die gegen ihre Durchfahrtsregeln verstoßen, in der Straße von Hormus in Brand geraten sind. Die UN-Schifffahrtsorganisation hält die tatsächliche Zahl der Angriffe für womöglich höher.
Die Marine der Revolutionsgarden teilte auf X mit, einige der Tanker seien gesunken. IMO-Chef Arsenio Dominguez sagte vor dem Rat der Organisation am Montag, 2. November, seit Beginn des US-iranischen Krieges Ende Februar seien mindestens 125 Schiffe in und um die Meerenge angegriffen worden, 34 davon im Oktober, der höchste Monatswert. Die tatsächliche Zahl könnte höher liegen, weil Schiffe mit falscher Flagge oder gefälschter Registrierung Angriffe oft nicht melden. Täglich passieren weiterhin etwa 12 Schiffe die Meerenge, 350 bis 400 sitzen im Golf fest.
Minenräumung unbestätigt
Dominguez konnte nicht bestätigen, dass mutmaßlich vom Iran gelegte Minen geräumt sind. Admiral Brad Cooper vom US-Zentralkommando sagte vergangene Woche, die Hauptrouten seien minenfrei, was der Iran bestreitet; die IMO rät Schiffen weiterhin, fernzubleiben.
Maut oder Beitrag
Die IMO lehnt eine iranische Maut ab, doch laut Dominguez „könnte“ ein iranisch-omanischer Plan für freiwillige Beiträge „tragfähig sein“. Offiziell liegt dazu noch nichts vor.
Andere Meinungen
TASS gibt die Darstellung der Revolutionsgarden von „Verstoßenden“ wieder; Al Jazeera betont, die Meerenge bleibe trotz US-Angaben, sie sei offen, gefährlich.