SymbolbildAlberta stimmt über Verbleib in Kanada ab, Separatisten dürften verlieren
Die Albertaner stimmten am Montag in einem unverbindlichen Referendum darüber ab, ob sie in Kanada bleiben oder ein zweites, bindendes Unabhängigkeitsreferendum abhalten wollen. Umfragen sahen die Separatisten im Nachteil, sie kündigen an, weiterzukämpfen.
Die Albertaner stimmten am Montag, dem 19. Oktober, ab. Von dpa zitierte Umfragen sehen die Unterstützung für den Verbleib bei etwa 70 Prozent und für die Abspaltung bei rund 20 Prozent, Politika berichtet, weniger als ein Viertel befürworte die Unabhängigkeit. Die Frage zur Abspaltung sollte zuerst ausgezählt werden, Ergebnisse wurden für den frühen Dienstag erwartet. Premierministerin Danielle Smith setzte die Abstimmung auf Druck ihrer United Conservative Party an, warb aber nicht für die Unabhängigkeit. Laut Guardian werfen ihr einige Anhänger Verrat an der Bewegung vor.
Carney wirbt für die Einheit
Premierminister Mark Carney besuchte in der Woche davor Calgary und Edmonton und sagte vor Publikum: „This is not poker.“ Eine Stimme gegen Kanada nannte er „a dangerous bluff“. Laut Guardian gilt er in aktuellen Umfragen als beliebtester Politiker Albertas.
EU-Nähe nährt separatistischen Zorn
Die FAZ berichtet aus Okotoks, manche Separatisten lehnten Carneys Annäherung an die EU ab. Ein Wähler, Mike Holmes, behauptet, Brüssel wolle Kanadier in den Krieg gegen Russland schicken. Die FAZ merkt an, Carney versuche die Folgen des von den USA begonnenen Wirtschaftskriegs abzufedern.