SymbolbildChipaktien erholen sich nach KI-Schuldenschock, Finanzierungssorgen bleiben
US-Börsenfutures und Halbleiteraktien haben sich am Montag nach dem stärksten Wochenverlust seit Monaten erholt. Die Sorgen um die KI-Finanzierung bleiben.
Die Nasdaq-100-Futures legten am Montag, 19. Oktober, laut Financial Times um 1,3 Prozent zu, nach dem größten Wochenverlust seit den „Liberation Day“-Zöllen im April vergangenen Jahres. Das Handelsblatt berichtet unter Berufung auf Bloomberg-Daten, dass US-Chiphersteller binnen einer Woche mehr als eine Billion Dollar verloren haben; die ING spricht von einer „KI-Korrektur“. Laut Bloomberg kostete der Kursrutsch bei Samsung und SK Hynix den koreanischen Pensionsfonds 137 Milliarden Dollar. Das Handelsblatt nennt Zweifel, ob KI-Umsätze die Ausgaben rechtfertigen, steigende Abschreibungen auf kurzlebige Hardware und höhere Anleiherenditen, die KI-Investitionen verteuern.
Asien uneins
Chinas Wirtschaft wuchs im dritten Quartal um 4,5 Prozent und übertraf die Erwartungen, was viele asiatische Börsen stützte, doch Kreditsorgen im Techsektor begrenzten die Gewinne, berichtet das Handelsblatt. Japanische Techwerte gaben nach, und Japans Notenbankchef Kazuo Ueda sagte, die Kerninflation liege nahe dem Zwei-Prozent-Ziel und die starke KI-Nachfrage erhöhe den Preisdruck.
Microsoft-Rückzug und Positionierung
Das Wall Street Journal berichtet, Microsoft sei wegen Problemen bei der Stromversorgung aus einem britischen Rechenzentrumsdeal mit Nscale ausgestiegen. Laut Bloomberg-Schlagzeilen haben Hedgefonds Tech-Positionen so schnell abgebaut wie seit einem Jahrzehnt nicht, so Goldman, während Morgan Stanleys Wilson Anlegern rät, sich auf Käufe vorzubereiten.