SymbolbildWFP streicht Nahrungshilfe für 500.000 Menschen in Gaza, Israel signalisiert Wiederöffnung der Handelsroute
Das Welternährungsprogramm erklärte am Montag, es beende wegen fehlender Mittel die monatliche Hilfe für 500.000 Menschen in Gaza. Reuters berichtet, Israel werde kommerzielle Lieferungen wieder aufnehmen.
Das WFP kündigte am Montag, 19. Oktober, an, künftig monatlich 1,1 Millionen statt 1,6 Millionen Menschen zu unterstützen. Familien erhalten ein Lebensmittelpaket statt zwei sowie einen kleineren Sack Mehl, die täglichen warmen Mahlzeiten sinken von 250.000 auf 150.000. Länderdirektor Shaun Hughes sagte, Ursache sei fehlendes Geld, nicht fehlender Zugang; die Organisation benötige 450 Millionen Dollar für sechs Monate. Er erklärte, 1,4 Millionen Menschen seien weiterhin akut ernährungsunsicher.
Übergänge geschlossen, Preise steigen
Laut Al Jazeera schloss Israel am Mittwoch, 14. Oktober, die Grenzübergänge nach Gaza, am Montag waren die Hilfslieferungen den sechsten Tag in Folge ausgesetzt. Nach der WFP-Ankündigung stieg der Preis für ein Brotbündel von 5 auf 12 Schekel. Eine Reuters-Schlagzeile besagt, Israel nehme kommerzielle Lieferungen nach einem Streit um Hamas-Gebühren wieder auf; weitere Details nennen die Quellen nicht.
Angriffe gehen weiter
Die IDF erklärte, sie habe am Samstag drei Hamas-Mitglieder in Gaza getötet und wirft ihnen Verstöße gegen die Waffenruhe vor. Palästinensische medizinische Quellen, die Politika zitiert, melden, israelische Angriffe hätten am Montag mindestens fünf Menschen getötet, darunter zwei Kinder.
Andere Meinungen
Die Jerusalem Post berichtet nur über die Tötung von Hamas-Mitgliedern, Al Jazeera und Politika dagegen über zivile Todesopfer.