SymbolbildEbola-Tote im Kongo über 4.500, Cluster in Kenia wächst
Das Gesundheitsministerium des Kongo meldet 4.561 Ebola-Tote, eine Sterblichkeitsrate von 48,2 %. In Kenia wurden acht Fälle festgestellt.
Laut dem Bulletin des Ministeriums, über das TASS am Montag, 19. Oktober, berichtete, wurden im Kongo seit Ausbruch des Geschehens am 15. Mai 9.455 bestätigte Fälle registriert. Auf die Provinz Ituri entfallen 73,2 % aller und 67,5 % der neuen Fälle. Das Virus hat 66 von 178 Gesundheitszonen in acht Provinzen erreicht, 269 Beschäftigte im Gesundheitswesen haben sich infiziert. Uganda erklärte seinen Ausbruch am 28. Juli für beendet, die WHO bestätigte dies am 25. August.
Kenias erster Cluster
Kenia bestätigte seinen ersten Fall am 6. Oktober: ein kenianischer Staatsbürger, der im Kongo gelebt hatte, am 3. Oktober über Uganda nach Nairobi gelangte und am 5. Oktober starb. Der Guardian berichtet, der achte Patient sei positiv auf den Bundibugyo-Stamm getestet worden, im ersten Cluster des Virus im Land.
Streit um US-Quarantänezentrum
Der Guardian berichtet, ein von den USA gebautes Quarantänezentrum auf dem Luftwaffenstützpunkt Laikipia für heimkehrende Amerikaner habe Proteste und eine gerichtliche Stoppanordnung in Kenia ausgelöst; im November soll das Verfahren entschieden werden. Jennifer Nuzzo von der Brown University fragt, ob Kenia der sicherste Ort für Amerikaner sei, und verweist auf leerstehende US-Behandlungseinheiten.
Andere Meinungen
Der Guardian führt Kenias Lücken in der Reaktion auf US-Mittelkürzungen und den WHO-Austritt zurück und nennt niedrigere regionale Summen (über 4.300 Tote). TASS gibt nur die Zahlen des kongolesischen Ministeriums wieder und lässt die Rolle der USA aus.