SymbolbildDrohnenangriffe töten Dutzende im Sudan nach Schlag auf Verkehrsknotenpunkt in al-Dibab
Ein doppelter Drohnenangriff auf einen Verkehrsknotenpunkt in al-Dibab tötete am Sonntag rund 80 Menschen. Menschenrechtsgruppen zählen seit Freitag etwa 160 Tote durch Drohnenangriffe im ganzen Sudan.
Der Angriff traf West-Kordofan am Sonntag, 18. Oktober, als sich Menschen nach dem Markttag auf die Heimreise machen wollten. Augenzeuge Ahmed Wadi sagt, die Drohne habe zweimal im Abstand von zehn Minuten zugeschlagen. Laut einer medizinischen Quelle starben 30 von 47 Verletzten, die nach al-Mujlad gebracht wurden. Die von der RSF ausgerufene Verwaltung Tasis und die Beobachtungsgruppe Emergency Lawyers machen die Armee verantwortlich; West-Kordofan steht unter RSF-Kontrolle.
Angriffe beider Seiten
Am Freitag, 16. Oktober, traf eine RSF-Drohne Vertriebene in der Provinz Blauer Nil und tötete 41 Menschen, so Emergency Lawyers. Am selben Tag erklärte die Armee, ihre Angriffe auf einen Viehmarkt in Nyala hätten RSF-Kämpfer getötet, während die RSF von 30 toten Zivilisten sprach. Ein weiterer Angriff auf Nyala am frühen Montag tötete 17 Menschen, darunter sieben RSF-Offiziere, wie medizinische und RSF-Quellen mitteilten. Emergency Lawyers melden drei getötete Kinder in Khartum.
Alarm bei UN und USA
UN-Sprecher Stephane Dujarric sagte, die UN seien alarmiert über Angriffe, die Zivilisten töten. Am Freitag forderten die USA den Sicherheitsrat auf, auf eine humanitäre Waffenruhe zu dringen und das Waffenembargo auszuweiten, was China und Russland ablehnten.
Andere Meinungen
Die serbische Politika berichtet nur über den Angriff auf al-Dibab, gestützt auf The Guardian und Tanjug, ohne die Anschuldigung von Tasis oder die breitere Opferzahl.