SymbolbildHuthi-Raketen töten Dutzende in jemenitischem Regierungscamp, Angriffe auf Saudi-Arabien halten an
Ballistische Raketen der Huthi trafen am Montag ein Ausbildungslager der jemenitischen Regierung, der tödlichste Einzelangriff seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe im September. Ägypten verschob eine Abstimmung über Unterstützung für Saudi-Arabien.
Drei ballistische Raketen der Huthi trafen am Montag, 19. Oktober, das Lager al-Alam in der Provinz Schabwa, als Rekruten in Formation standen, berichtet der Guardian. Er nennt mindestens 53 Tote und mehr als 200 Verletzte, Gouverneur Awad al-Wazir sprach dagegen von 58 Toten und 14 Vermissten. Rashad al-Alimi, Präsident der von der UN anerkannten Regierung, kündigte eine harte Antwort an und bat UN-Generalsekretär António Guterres, die Huthi als ausländische Terrororganisation einzustufen.
Saudische Städte weiter unter Beschuss
Le Monde berichtet von Angriffen in bislang unbekanntem Ausmaß auf saudische Ölanlagen und Flughäfen; der Angriff auf den Flughafen Riad am 10. Oktober tötete 13 Menschen, er bleibt geschlossen. Laut Bloomberg-Schlagzeile fing Saudi-Arabien Drohnenwellen ab, und Trump sagt, Riad begrüße Unterstützung der USA und Israels.
Ägypten verschiebt Abstimmung
Reuters berichtet, Ägypten habe seine Abstimmung über militärische Unterstützung für Saudi-Arabien auf den 26. Oktober verschoben.
Investitionsforum verschoben
Saudi-Arabien hat sein Investitionsforum „Davos in der Wüste“ nach den Huthi-Angriffen verschoben.
Andere Meinungen
Die Huthi sagen, das Lager sei von saudischen Offizieren geführt worden und unter den Toten seien Offiziere; die jemenitische Regierung sagt, dort seien neue Rekruten der inneren Sicherheitskräfte fern der Front ausgebildet worden.