SymbolbildÄthiopien setzt nach Zurückdrängung der TPLF Übergangsverwaltung in Tigray ein
Das Büro von Premier Abiy Ahmed kündigte am Freitag eine föderale Übergangsverwaltung für Tigray an und versprach Wahlen binnen sechs Monaten. Die TPLF hat sich noch nicht geäußert.
Die Ankündigung am Freitag, 16. Oktober, folgte auf die Abwehr einer Offensive der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF), die am 23. September begonnen hatte. TPLF-Kämpfer verließen die Regionalhauptstadt Mekelle am 3. Oktober ohne Kampf. Laut Al Jazeera sollen fünf Amtsträger, darunter der Bürgermeister von Mekelle, die Region verwalten und Weisungen der Bundesregierung ausführen. Das Büro des Premierministers erklärte, die Verwaltung solle ein stabiles politisches Klima für freie und transparente Wahlen schaffen, und warf der TPLF vor, keinen Frieden zu wollen.
Zivilisten tragen die Last
Die zehnjährige Iyerusalem verlor durch Beschuss im Dorf Qarsole beide Beine und ihren Bruder, wie sie AFP sagte, berichtet Daily Sabah. Im Ayder-Krankenhaus in Mekelle sagte ein anderer Vater, Haftom, dessen schwangere Frau getötet wurde, niemand werde zur Verantwortung gezogen.
Eritrea und US-Diplomatie
Äthiopien und Eritrea werfen sich gegenseitig vor, den Krieg anzufachen, und nach äthiopischen Drohnenangriffen zogen sich nach Tigray vorgedrungene eritreische Truppen zurück, berichtet Al Jazeera. In einem Telefonat am Mittwoch forderte US-Außenminister Marco Rubio Abiy zur Deeskalation auf.
Andere Meinungen
Le Monde stellt fest, dass Eritrea die TPLF unterstützt und Tausende Soldaten entsandt hat, während Al Jazeera anmerkt, dass Eritrea eine Unterstützung der Gruppe bestreitet.