SymbolbildÖlpreis steigt über 110 Dollar, Diesel und Schiffskraftstoff bleiben knapp
Der Ölpreis ist laut Bloomberg am Freitag erstmals seit Mai über 110 Dollar gestiegen. Die Märkte für Diesel und Schiffskraftstoff bleiben trotz Notreserven-Freigaben angespannt.
Bloomberg nannte wachsende Angebotsrisiken als Grund für den Anstieg. Reuters berichtete, dass die USA einen Tausch von bis zu 17 Millionen Barrel aus ihrer strategischen Reserve ausschreiben, und das Wall Street Journal meldete, die Dieselpreise blieben trotz Bemühungen um mehr Angebot hoch. Ein zweiter WSJ-Bericht besagt, die Preise seien gefallen, weil Händler die IEA-Reservefreigaben gegen die Risiken in Hormus abwogen. Der Händler Vitol sagte laut Bloomberg, die Knappheit bei Schiffskraftstoff halte trotz mehr Rohöl durch Hormus an.
Käufer sichern sich für den Winter ab
Bloomberg zufolge setzt Südkorea angesichts eines befürchteten Gasengpasses im Winter auf Kohle, und China legt einen Gaspuffer an, weil der Iran-Krieg die Risiken erhöht.
Fluggesellschaften sparen
Eurowings bestätigte am Freitag, wegen stark gestiegener Kerosinpreise temporäre Kurzarbeit im deutschen Flugbetrieb für diesen Winter zu prüfen, und spricht dazu mit der Bundesagentur für Arbeit. Die Lufthansa-Tochter nimmt unrentable Flüge aus dem Winterflugplan 2026/27, etwa nach Dubai, wo die Nachfrage seit den iranischen Angriffen auf die Golfstaaten nicht zurückgekehrt ist.
Raffinerien verdienen
ExxonMobil stellt laut Reuters wegen stark steigender Margen ein Plus von 4,5 Milliarden Dollar beim Raffineriegewinn in Aussicht.