SymbolbildTrump rügt Selenskyj wegen Raffinerie-Angriffen, EU stärkt Kiew den Rücken
Trump griff Selenskyj am Freitag wegen der erneuten ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien an, während die EU-Spitze in Brüssel Kiew unterstützte. Der militärische Starlink-Zugang der Ukraine wurde gedrosselt.
Selenskyj kündigte am Donnerstag, dem 15. Oktober, an, die Angriffe auf russische Ölraffinerien wieder aufzunehmen, weil Russland weiter die ukrainische Energieinfrastruktur angreife. Moskau behauptet, Kiew habe nie ein Moratorium eingehalten. Trump nannte die Wiederaufnahme eine „Schande“ (Reuters) und sagte, Selenskyj sei „kein guter Mann für uns zum Verhandeln“ (FAZ). Selenskyj lächelte die Frage weg, ob er Trumps Sündenbock sei.
EU lehnt Sanktionslockerung ab
Ratspräsident Costa sagte, es sei nicht der Zeitpunkt, Sanktionen gegen Russland zu lockern, und Kommissionspräsidentin von der Leyen erklärte, es werde keine aufgehoben, solange Russland den Krieg nicht beende. Sie bestätigte zudem, dass die Ukraine 2027 weitere 70 Milliarden Euro benötigt. Bundeskanzler Merz nannte Angriffe auf russische Energieanlagen „richtig“.
Starlink-Drosselung und US-Dementi
Laut Reuters ging die Anweisung zur Drosselung von Starshield vom Weißen Haus an das Pentagon; Trump bestreitet die Verantwortung. Neun Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats, darunter vier Republikaner, baten den Generalinspekteur des Pentagons um eine Untersuchung. EU-Chefdiplomatin Kallas sagte, Europa könne die Kapazität kurzfristig nicht ersetzen.
Patriot-Mangel und ein berichtetes Angebot
Laut FAZ haben Verbündete nur rund 100 Patriot-Abfangraketen zugesagt, Selenskyj will 300 für den Winter. Das Wall Street Journal, zitiert von Meduza, berichtet, US-Abgeordnete hätten Starlink-Abdeckung 300 km tief in Russland gegen einen Stopp der Raffinerie-Angriffe angeboten, Selenskyj sei aufgeschlossen gewesen.