SymbolbildPanama ruft nach Beben der Stärke 7,7 den Notstand aus
Panama hat am Samstag, einen Tag nach einem Erdbeben der Stärke 7,7, den Notstand ausgerufen. Mindestens 27 Menschen wurden leicht verletzt, Todesopfer gibt es nach bisherigen Angaben nicht.
Das Beben ereignete sich am Freitag, 9. Oktober, um 12.56 Uhr Ortszeit, mit dem Epizentrum rund zehn Kilometer von Pitaloza Arriba in der Provinz Herrera entfernt, so der US-Geologische Dienst. Die Behörde erhöhte ihre Schätzung der Stärke von 7,6 auf 7,7, das Warnzentrum in Honolulu hatte zunächst 8,0 angegeben. Ein Tsunami-Alarm für Pazifikküsten wurde nach Stunden aufgehoben. Am Samstag begannen die Bewohner mit den Aufräumarbeiten, viele schliefen aus Angst vor Nachbeben im Freien, berichtete AFP über Le Monde.
Schäden und abgeschnittene Orte
Telesur nennt eine vorläufige Bilanz von 136 strukturell beschädigten Wohnhäusern, 188 Schulen und 14 Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen. Eingestürzte Straßen und Brücken isolierten Gemeinden, und laut Gesundheitsminister war Tonosí auf dem Landweg nicht erreichbar. Die Kanalbehörde teilt mit, der Panamakanal arbeite normal.
Nachbeben, Gesundheitsversorgung und Hilfe
Mehr als 100 Nachbeben wurden registriert, Telesur meldet nachts eines der Stärke 6,3. Die Sozialversicherung setzte die Hämodialyse landesweit wegen Wassermangels aus und hofft, sie am Sonntag wieder aufzunehmen. US-Außenminister Marco Rubio kündigte Ressourcen und Personal an, die Entwicklungsbank CAF spendete 250.000 US-Dollar.