SymbolbildRussland weist Pestverdacht zurück: Tod einer Labormitarbeiterin in Sibirien löst Quarantäne und US-Beobachtung aus
Eine 28-jährige Mitarbeiterin des Irkutsker Pestinstituts ist gestorben, lokale Medien berichten von möglicher Lungenpest. Russische Behörden sprechen von einer Lungenentzündung unbekannter Herkunft.
Die Gesundheitsbehörde Rospotrebnadsor erklärte, in Proben von Daria Schipilowa seien keine mit ihrer Arbeit verbundenen Mikroorganismen nachgewiesen worden, und eine Kommission habe keinen Laborunfall festgestellt. Die Lage in der Region Irkutsk sei stabil. Kremlsprecher Dmitri Peskow forderte am Montag, 5. Oktober, die Menschen auf, sich auf die Behörde zu verlassen und Gerüchte zu ignorieren. Das Portal Ljudi Bajkala berichtet, bis zu 200 Kontaktpersonen stünden unter Beobachtung und mehrere Krankenhäuser in Irkutsk seien unter Quarantäne, offiziell bestätigt ist aber nur die Quarantäne im Krankenhaus von Schelechow. Unbestätigten Berichten zufolge infizierte sie sich, als ein Reagenzglas zerbrach.
Gelöschte Beiträge nähren Zweifel
Laut Ljudi Bajkala riet die Verwaltung von Baikalsk auf Telegram von Reisen nach Schelechow ab und löschte den Beitrag zwei Stunden später. Der Chef Burjatiens, Alexei Zydenow, änderte seinen Beitrag auf „möglicherweise an der Pest gestorben“, und der Sender Ren TV entfernte mehrere Beiträge, berichten Meduza und die New York Times.
Washington beobachtet die Lage
US-Außenminister Marco Rubio sagte, Washington beobachte die Lage „genau“, sehe aber keinen Grund zur Sorge. Präsident Donald Trump erklärte, die USA würden Russland helfen, und das Außenministerium forderte Moskau auf, schnell und transparent genaue Informationen zu liefern.