SymbolbildJemenitische Regierungstruppen melden Kontrolle um Bab al-Mandab, Huthi greifen Saudi-Arabien an
Von Saudi-Arabien unterstützte jemenitische Truppen beanspruchen die Kontrolle über das Gebiet um Bab al-Mandab, während ihre Offensive gegen die Huthi weitergeht. Die Huthi bestreiten das und greifen saudische Ziele an.
Die Regierungstruppen erklären, sie hielten große Teile des Distrikts Dhubab und das Gebiet rund um die Meerenge, so Reuters unter Berufung auf drei Militärquellen und eine Regierungsquelle. Ein Sprecher fügte hinzu, sie hätten den Flughafen von Dhubab übernommen und Hunderte Huthi-Kämpfer eingekesselt. Die von den Huthi betriebene Agentur Saba dementierte das und sprach von einer Vertuschung von Niederlagen; nichts davon ist unabhängig überprüft. Die von Saudi-Arabien geführte Koalition gibt an, rund 100 Kampfjets seien im Einsatz gewesen und hätten 324 Ziele zerstört. Der Chef des Präsidialen Führungsrats, Raschad al-Alimi, hatte die Kampagne am Sonntag, 4. Oktober, gestartet.
Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien
Die Huthi erklären, sie hätten den internationalen Flughafen von Riad und eine Aramco-Raffinerie getroffen; AFP-Reporter hörten am Montagabend Explosionen in der Hauptstadt. Ihre Seefahrtsbehörde warnte Fluggesellschaften, der saudische Luftraum sei unsicher, solange die "Aggression" andauere. Die Koalition sagt, sie habe in Hodeida Waffenlager sowie Lager für Boote und Seeminen zerstört.
Mekka-Pakt tagt
Die Türkei, Saudi-Arabien und Pakistan trafen sich am Montag in Riad im Rahmen ihres Mekka-Verteidigungspakts, um über regionale Entwicklungen zu beraten. Die FT berichtet, Riad habe seine Partner bislang nicht um ein Eingreifen gebeten.
Zweifel und Flucht
Farea al-Muslimi von Chatham House nannte den Vorstoß "zu wenig, zu spät" und verwies auf zersplitterte, schlecht organisierte Regierungstruppen. Der Telegraph berichtet, Tausende Jemeniten flöhen übers Meer nach Dschibuti.