SymbolbildEU-Flugzeuge helfen im Kampf gegen Belgiens größten Waldbrand
Ein Waldbrand im belgischen Hohen Venn ist der größte in der Geschichte des Landes und hat nahe der deutschen Grenze Evakuierungen ausgelöst. Belgien rief am Samstag EU-Luftunterstützung zu Hilfe.
Das Feuer brach am Freitag, dem 14. August, nahe der deutschen Grenze aus und wuchs von 80 Hektar am Abend auf 1650 Hektar am Samstagmittag; die örtlichen Behörden meldeten später mindestens 2700 Hektar, die Agentur Belga rund 1600. Die wallonischen Behörden erklärten, das unwegsame Gelände hindere die Einsatzkräfte daran, die Flammen aus nächster Nähe zu bekämpfen, und ordneten für rund 600 Menschen in Sourbrodt und Butgenbach die Evakuierung an. Nachdem Belgien das EU-Katastrophenschutzverfahren ausgelöst hatte, war ein niederländischer Hubschrauber im Einsatz, zwei schwedische Löschflugzeuge wurden von Sonntag an erwartet.
Rückkehr in Gey, Bereitschaft in Monschau
In Nordrhein-Westfalen ließ der Landrat des Kreises Düren die 1800 Bewohner von Gey am Samstag zurückkehren; rund 1500 Einsatzkräfte kämpfen seit Donnerstag gegen das 300 Hektar große Feuer, den größten Waldbrand in der Geschichte des Bundeslandes. Monschau forderte fünf Siedlungen auf, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten.
Handyalarm verärgert Briten
Ein Notfallalarm auf Handys in England und Wales am Freitagabend löste laut Guardian Beschwerden über eine Überreaktion aus; die Feuerwehren meldeten binnen 24 Stunden ab Donnerstag elf Großschadenslagen.
Hitzetote im Juni als Warnung
Die New York Times berichtet, eine Hitzewelle im Juni habe in Belgien und den Nachbarländern eine tödliche Unvorbereitetheit offengelegt, während eine neue Welle Europa erreicht.
Andere Meinungen
Global Times berichtete nur über das deutsche Feuer, in einer Xinhua-Bildstrecke mit mehr als 2000 Evakuierten gegenüber den 1800 der FAZ für Gey.