SymbolbildSpanien kämpft gegen schwerste Waldbrände seit Jahren, neue Hitzewelle erfasst Europa
Spanien bekämpft die verheerendsten Waldbrände seit Jahren, während eine neue Hitzewelle Europa in Alarmbereitschaft versetzt. In Deutschland löschen Einsatzkräfte Waldbrände, Kommunen rationieren das Trinkwasser.
Die F.A.Z. berichtete am Dienstag, 11. August, ein einzelner Großbrand im Süden Spaniens habe fast 20.000 Hektar erfasst, rund 500 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. Am selben Tag traten in Großbritannien Hitzewarnungen der Stufe Amber in Kraft, angekündigt waren bis zu 36 Grad; erstmals standen alle großen italienischen Städte gleichzeitig auf der höchsten Warnstufe, und im südfranzösischen Var wurden mehr als 40 Grad gemessen, wie The National meldete. In Mittelfrankreich sollen später in der Woche Züge während der heißesten Stunden ausfallen, weil die Klimatisierung nicht ausreicht.
Brandstiftung bei Rodenbach vermutet
Die Kriminalpolizei in Südosthessen geht inzwischen davon aus, dass der seit Montag brennende Waldbrand bei Rodenbach mit 55 Hektar absichtlich gelegt wurde; die Ermittler stellten drei getrennte Brandherde fest.
Wasser rationiert, Flüsse fallen
Weilrod im Taunus rief am Montag den Trinkwassernotstand aus und verbot das Wässern von Gärten und das Befüllen von Pools bei Bußgeldern bis zu 5000 Euro. Der Rhein lag am Dienstag an einigen Messstellen bei nur 20 Zentimetern; in Rumänien könnte Nuclearelectrica am Donnerstag den letzten laufenden Reaktor abschalten, weil der Donaupegel sinkt.
Andere Meinungen
Le Monde und The Guardian deuten den Sommer als politisches Versagen und verweisen auf neue fossile Projekte und die Rücknahme amerikanischer Wasservorschriften, während die F.A.Z. dieselbe Hitze als lokales Thema von Löscheinsätzen und Durchsetzung behandelt.