SymbolbildTechcrash erfasst Asien nach KI-Ausverkauf an der Wall Street
Asiens Börsen sind am Freitag nach einem historischen Techausverkauf an der Wall Street eingebrochen, ausgelöst durch Sorgen vor strengeren KI-Regeln unter einem demokratischen Kongress. US-Futures stiegen, da Schnäppchenjäger zurückkehrten.
Der Ausverkauf bei Chipaktien setzte sich am Freitag, 6. November, in Asien fort. Laut Handelsblatt fiel Japans Nikkei 225 zeitweise um 6,7 Prozent auf das Niveau vom April, Südkoreas Kospi, den Samsung Electronics und SK Hynix dominieren, verlor zum Handelsbeginn mehr als 8 Prozent. Beide holten im Tagesverlauf einen Teil der Verluste auf, und das Wall Street Journal meldet für den Nikkei einen Schlussverlust von 6,0 Prozent, den größten seit 1,5 Jahren. Die Talfahrt hatte am Donnerstagnachmittag in Asien begonnen und verschärfte sich in New York, wo der Dow 3,4 Prozent, der Nasdaq gut 6 Prozent und der Philadelphia-Halbleiterindex gut 12 Prozent verloren. Zuvor hatten die Demokraten bei den Zwischenwahlen die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses gewonnen.
Regulierungsängste und umstrittene Bilanz
Naka Matsuzawa von Nomura nennt Sorgen vor strengerer KI-Regulierung und übermäßigem Wettbewerb mit China; viele Demokraten unterstützen lokale Initiativen zur Regulierung von KI-Rechenzentren. Präsident Trump gibt laut Handelsblatt den Demokraten die Schuld. Das Wall Street Journal beziffert den Verlust auf 2,5 Billionen Dollar, Bloomberg berichtet, kurzfristig orientierte systematische Fonds hätten einen Ausverkauf von 2,3 Billionen Dollar befeuert.
Taiwan greift ein, Futures erholen sich
Laut Wall Street Journal aktivierte Taiwan Maßnahmen zur Marktstabilisierung, zudem gab der Taiwan-Dollar wegen ausländischer Aktienabflüsse nach. Bloomberg berichtet, US-Futures seien gestiegen, weil Schnäppchenjäger auftauchten.