SymbolbildKreml meldet Neustart der Diesel-Exporte, Deutschland lehnt US-Plan zu Vermögen ab
Russland erklärt, die Dieselexporte im Rahmen des Deals mit Trump seien wieder angelaufen. Der deutsche Kanzler weist einen angeblichen US-Plan zur Verlagerung eingefrorener russischer Vermögen zurück.
Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte am Donnerstag, 15. Oktober, russischer Diesel gelange bereits auf die Weltmärkte, was diese nur teilweise stabilisieren werde. Vizeregierungschef Alexander Nowak erklärte, die russischen Konzerne könnten jederzeit liefern, die kommerziellen Bedingungen würden noch verhandelt. Trump hatte den Deal am 9. Oktober verkündet; The American Conservative berichtet von einer US-Lizenz bis zum 7. April 2027 und davon, dass die ukrainischen Unterhändler Miami verließen, ohne am zweiten Verhandlungstag teilzunehmen.
Plan zu eingefrorenen Vermögen abgelehnt
Die Financial Times berichtete, die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner hätten am 9. Oktober in Miami vorgeschlagen, einen Teil der eingefrorenen russischen Vermögen in eine von den USA kontrollierte Struktur zu überführen; die Europäer hätten abgelehnt. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte, die Vermögen sollten in Europa eingefroren bleiben: „Das ist unsere Angelegenheit.“ Peskow erklärte, Moskau wisse nichts von dem Plan.
Berlin gegen Russlands Rückkehr
Beim Treffen der G20-Finanzminister in Bangkok sagte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, er beobachte US-Versuche, Russland auf die internationale Bühne zurückzuholen. Er werde nicht akzeptieren, dass Russland am G20-Tisch Platz nehme, als sei nichts geschehen.
Andere Meinungen
Peskow nennt Europas Haltung zum Deal „verderblich“; Le Monde sieht darin einen Verstoß gegen zwei US-Gesetze, während The American Conservative die wirtschaftliche Wirkung als begrenzt einstuft.