Erzählfaden · 2 Ereignisse
Serbisch-ukrainische Beziehungen
Wo das Thema steht
Selenskyjs Besuch in Belgrad brachte Zusagen zu Freihandel und Wiederaufbau, doch seine Äußerungen zum Kosovo lösten Reaktionen aus: Pristina entfernte die ukrainische Flagge, Demonstranten zogen vor beide Botschaften in Tirana, und Vucic drohte am Sonntag, die Wasserversorgung des kosovarischen Kraftwerks Gazivode zu kappen.
Serbien ist ein EU-Beitrittskandidat, der enge Beziehungen zu Russland unterhalten hat, wodurch seine Haltung zur Ukraine im Inland umstritten bleibt. Präsident Aleksandar Vucic verfolgt die europäische Integration, während ein Teil der serbischen Öffentlichkeit zu Moskau tendiert, was jede Annäherung an Kyjiw politisch heikel macht.
Verlauf im Detail
Montag, 10. August 2026 · GeopolitikVucic droht mit Wasserentzug für Kosovos größtes Wasserkraftwerk
Serbiens Präsident Aleksandar Vucic sagte am Sonntag, Belgrad könne den Fluss Ibar umleiten und das Kraftwerk Gazivode ohne Wasser lassen; er verwies auf die Behandlung der Serben und nannte Europas Vorgehen gegen Russland einen hybriden Krieg, der den Kontinent an den Rand eines größeren Konflikts bringe. Pristina entfernte die ukrainische Flagge nach Wolodymyr Selenskyjs Äußerungen zum Kosovo bei seinem Besuch in Belgrad, und Demonstranten in Tirana zogen vor die serbische und die ukrainische Botschaft.
Sonntag, 9. August 2026 · GeopolitikSelenskyj besucht erstmals Serbien, Belgrad stellt Freihandelsabkommen in Aussicht
Selenskyj besucht erstmals Serbien, Belgrad stellt Freihandelsabkommen in Aussicht
Wolodymyr Selenskyj traf am Samstag in Belgrad Aleksandar Vucic, beide vereinbarten, bis Jahresende auf ein Freihandelsabkommen hinzuarbeiten und Serbien am Wiederaufbau ukrainischer Städte zu beteiligen. Vucic sagte, er werde den EU-Beitritt Kiews unterstützen, über eine militärische Zusammenarbeit sei nicht gesprochen worden; vor dem Präsidialamt protestierten prorussische Demonstranten.