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Erzählfaden · 2 Ereignisse

J&J-Talkumvergleich

Wo das Thema steht

Johnson & Johnson hat erklärt, schätzungsweise 5,5 Milliarden Dollar zu zahlen, um die Masse der US-Klagen beizulegen, in denen behauptet wird, sein talkumbasiertes Babypuder habe Krebs verursacht. Das Unternehmen bezifferte die Zahl der erfassten Ansprüche auf etwa 76.000, mehr als die zuvor von Al Jazeera und dem Wall Street Journal gemeldeten knapp 70.000, und der Guardian beschreibt die Vereinbarung als wegweisend, da sie einem seit rund einem Jahrzehnt schwelenden Rechtsstreit ein Ende setzen könnte. Der Schritt markiert den Punkt, an dem J&J aufhört, die Vorwürfe Fall für Fall anzufechten, und stattdessen den Großteil der Klagen auf einmal abgilt. Die Zahlung ist kein Schuldeingeständnis. J&J hat stets bestritten, dass seine talkumhaltigen Produkte Eierstockkrebs verursacht hätten, berichtet die FAZ, und dieses Bestreiten steht neben dem Geld, das das Unternehmen nun zugesagt hat. Wie die Summe unter den Anspruchstellern aufgeteilt wird und ob die Einigung über die rund 76.000 erfassten Ansprüche hinausreicht, wurde bislang nicht berichtet.

Johnson & Johnson ist eines der weltweit größten Unternehmen im Gesundheits- und Konsumgüterbereich, und sein talkumbasiertes Babypuder gehörte jahrzehntelang zu seinen bekanntesten Produkten. Im Laufe der Jahre sah sich das Unternehmen in den Vereinigten Staaten einer großen Zahl von Klagen von Klägern gegenüber, die behaupteten, das Talkum habe Krebs verursacht, wobei Eierstockkrebs im Mittelpunkt der Vorwürfe stand. J&J hat durchgehend bestritten, dass seine talkumhaltigen Produkte Eierstockkrebs verursachen. Der Streit wuchs sich zu einem der größten Produkthaftungsverfahren vor US-Gerichten aus, gemessen an der Zahl der beteiligten Anspruchsteller. Der von Al Jazeera und dem Wall Street Journal gemeldete Vergleich über 5,5 Milliarden Dollar ist der Versuch des Unternehmens, diesen Rechtsstreit abzuschließen.

Verlauf im Detail

Mittwoch, 29. Juli 2026Wirtschaft

Johnson & Johnson zahlt 5,5 Milliarden Dollar wegen Talkum-Krebsklagen

Johnson & Johnson erklärte, schätzungsweise 5,5 Milliarden Dollar zu zahlen, um rund 76.000 Klagen beizulegen, denen zufolge die Talkumprodukte des Konzerns Eierstockkrebs verursacht hätten. The Guardian bezeichnete die Einigung als wegweisend und als möglichen Schlusspunkt eines seit einem Jahrzehnt andauernden, umstrittenen Rechtsstreits.

Dienstag, 28. Juli 2026WirtschaftJohnson & Johnson zahlt 5,5 Milliarden Dollar zur Beilegung von Talkum-Krebsklagen

Johnson & Johnson zahlt 5,5 Milliarden Dollar zur Beilegung von Talkum-Krebsklagen

Johnson & Johnson erklärte sich bereit, 5,5 Milliarden Dollar zur Beilegung von fast 70.000 US-Klagen zu zahlen, in denen behauptet wird, sein Babypuder auf Talkumbasis habe Krebs verursacht, wie Al Jazeera und das Wall Street Journal berichteten. Das Unternehmen hat den Vorwurf, seine Talkumprodukte hätten Eierstockkrebs verursacht, stets zurückgewiesen, wie die FAZ berichtet.