Erzählfaden · 1 Ereignis
Fujimoris Präsidentschaft in Peru
Wo das Thema steht
Keiko Fujimori hat nach einem knappen Wahlsieg das Präsidentenamt in Peru angetreten, ist damit laut El País die erste Frau, die per Volkswahl an die Spitze des Landes gewählt wurde, und bringt den Fujimorismo nach fast 30 Jahren zurück in den Präsidentenpalast. In ihren ersten Worten als Staatsoberhaupt versprach sie ein eisernes Durchgreifen gegen die Kriminalität und machte Sicherheit von Beginn an zum bestimmenden Versprechen ihrer Regierung.
Die Machtübergabe verlief nicht unangefochten: Demonstranten gingen in Lima auf die Straße, während die Zeremonie stattfand – ein Zeichen dafür, dass sich die Polarisierung des Wahlkampfs direkt in ihre Amtszeit fortsetzt. Regional startet sie mit sichtbarer Unterstützung, da die Präsidenten Argentiniens, Boliviens und Chiles der Amtseinführung beiwohnten. Offen bleibt, ob sich ihre Sicherheitsagenda in konkrete Maßnahmen übersetzt und wie ihre Regierung mit dem Straßenprotest umgeht, der ihre ersten Stunden begleitete.
Peru hat gerade nach einer mit knapper Mehrheit entschiedenen Präsidentschaftswahl die Regierung gewechselt; gewonnen hat Keiko Fujimori. Ihr Sieg bringt den Fujimorismo zurück an die Macht, jene politische Strömung, die ihren Namen von ihrem Vater Alberto Fujimori hat, der Peru in den 1990er-Jahren regierte und dessen Bewegung, wie El País anmerkt, fast drei Jahrzehnte lang nicht mehr die Präsidentschaft innehatte. Fujimori ist zudem die erste Frau, die das peruanische Präsidentenamt durch Volkswahl statt durch Nachfolge erreicht. Ihr Wahlkampf konzentrierte sich auf einen harten Kurs gegen die Kriminalität, ein Versprechen, das sie bei ihrem Amtsantritt wiederholte. Das knappe Ergebnis und die Proteste in Lima am Tag der Amtseinführung deuten auf ein Land hin, das in Bezug auf ihr Mandat gespalten ist.
Verlauf im Detail
Mittwoch, 29. Juli 2026 · GeopolitikKeiko Fujimori als Perus Präsidentin vereidigt, während in Lima protestiert wird
Keiko Fujimori trat nach einem knappen Wahlsieg ihr Amt an und wurde damit die erste durch Volkswahl bestimmte Frau an der Spitze Perus – zugleich markiert dies die Rückkehr des Fujimorismus nach fast 30 Jahren, berichtet El País. Demonstranten protestierten in Lima, während sie ein hartes Durchgreifen gegen die Kriminalität versprach; die Präsidenten Argentiniens, Boliviens und Chiles nahmen an der Amtseinführung teil.