SymbolbildIAEA soll Nuklearmaterial von geheimem Standort in Syrien abtransportieren
Die IAEA soll Nuklearmaterial von einem geheim gehaltenen Ort in Syrien abtransportieren, auf Grundlage einer von Washington vermittelten Absprache. Syrische Vertreter sagen, sie hätten nichts davon gewusst.
Axios berichtete am Montag, 10. August, unter Berufung auf israelische und US-Vertreter, Washington, Damaskus und Israel hätten die Absprache vor Wochen getroffen; die IAEA und die syrische Regierung unterzeichneten demnach vor drei Wochen ein Abkommen über den Abtransport. US-Vertreter sagen, die Operation an dem als 'Standort 99' bekannten Ort laufe noch, bislang sei nichts entfernt worden, und sie erwarteten den Abschluss bis Jahresende.
Was an dem Ort lagert
Ein US-Vertreter sagte, zu dem Material gehöre Yellowcake, ein aus Uranerz gewonnenes Pulver, sowie weitere Rückstände aus dem Reaktor al-Kibar, einer mit nordkoreanischer Hilfe in der Region Deir ez-Zor errichteten Plutoniumanlage. Für eine Atomwaffe taugt es nicht, wohl aber für eine 'schmutzige Bombe'.
Israelische Drohung, Verdacht gegen die Türkei
Israelische Vertreter sagen, Israel habe Washington gewarnt, es werde das Material dort nicht belassen, und mit einem erneuten Angriff gedroht, nachdem seine Armee nach dem Sturz Assads die Zugänge bombardiert hatte. Vor Wochen registrierten israelische Dienste dort Bewegungen und vermuteten syrische Zugriffsversuche, womöglich mit türkischer Hilfe; Washington bat Israel um Zurückhaltung, US-Vertreter sagen, ein Angriff habe nie unmittelbar bevorgestanden.
Andere Meinungen
Beide Berichte stützen sich auf dieselbe Axios-Meldung: Die Jerusalem Post deutet die Absprache als Bestätigung von Trumps Syrien-Politik, was die serbische Politika weglässt.