SymbolbildWHO datiert Kongos Ebola-Ausbruch auf Februar, Monate vor der Ausrufung
Der Ebola-Ausbruch im Osten Kongos begann im Februar, drei Monate bevor er offiziell ausgerufen wurde, teilte die Weltgesundheitsorganisation am Montag mit. Genetische Sequenzierung deutet auf eine lange Kette unentdeckter Übertragungen hin.
Der WHO-Regionaldirektor für Afrika, Mohamed Yakub Janabi, sagte auf einer Pressekonferenz, einige frühe Fälle seien fälschlich Malaria und Typhus zugeschrieben worden, und die Helfer in der Demokratischen Republik Kongo kämen dem Ausbruch nicht hinterher. „Wir jagen also dem Virus hinterher, das Virus ist uns voraus“, sagte Janabi. Kongo rief den Ausbruch am 15. Mai aus; nach Angaben der Associated Press ist es der am schnellsten wachsende Ebola-Ausbruch, der je verzeichnet wurde.
Eine Bilanz in Tausenden
Regierungszahlen mit Stand 6. August verzeichnen 4.120 bestätigte Fälle und 1.887 Todesfälle, eine Sterblichkeitsrate von 45,8 Prozent, dazu 721 Menschen weiterhin in Isolation oder im Krankenhaus. Die Associated Press nennt spätere Regierungsdaten von 4.200 bestätigten Fällen und mehr als 1.900 Todesfällen.
Ein Erreger ohne Impfstoff
Anders als bei den meisten früheren Ebola-Ausbrüchen ist das Bundibugyo-Virus verantwortlich, gegen das weder Impfstoffe noch Behandlungen zugelassen sind.