SymbolbildRekordregen überflutet Schanghai nach Landfall von Taifun Dolphin
Taifun Dolphin traf am Sonntagabend mit Windgeschwindigkeiten von 151 km/h in Zhejiang auf Land, nachdem mehr als eine Million Menschen in Sicherheit gebracht worden waren. Danach zog er nordwärts ins Landesinnere.
Eine Station im Zentrum Schanghais maß in den 24 Stunden bis Montag, 10. August, 7 Uhr fast 313 Millimeter Regen, den höchsten Tageswert seit mehr als 150 Jahren Aufzeichnungen. Wenzhou in Zhejiang hatte mehr als 900.000 Menschen in über 1.500 Notunterkünfte gebracht, Schanghai 215.600 und Fujian 98.900. Dolphin schwächte sich bis 5 Uhr zum Tropensturm ab, doch die Meteorologen erwarteten weitere 200 bis 400 Millimeter Regen bis hinauf nach Shandong, und die Behörden warnten bis Mittwoch vor Überschwemmungen und Erdrutschen.
Flüge und Züge gestoppt
Nikkei Asia meldete unter Berufung auf CCTV 943 Flugstreichungen an den beiden Flughäfen Schanghais, knapp 40 Prozent der Kapazität; der Guardian nannte mehr als 1.300. Nahverkehrszüge und andere öffentliche Verkehrsmittel wurden eingestellt, mehrere Bezirke setzten Unterricht und Arbeit aus, wie Global Times berichtete.
Tödlicher Erdrutsch in Baguio
Auf den Philippinen traf Dolphin nicht auf Land, verstärkte aber die Monsunregen, die Teile des nördlichen Luzon überschwemmten, auch im Raum Manila. Ein Erdrutsch begrub am Sonntag gegen 19 Uhr in Baguio City drei Häuser und 13 Menschen; die Polizei meldete vier Tote und sechs Vermisste, sieben wurden bis Montagmorgen geborgen.
Andere Meinungen
Global Times stellte Warnstufen, Verkehrssperren und Stromreparaturen in Zhejiang in den Vordergrund; der Guardian und Nikkei Asia die überfluteten Straßen und gestrichenen Flüge.