SymbolbildDeutschland baut Drohnenabwehr nach Sichtungen über Patriot-Stützpunkt aus
Über einem Bundeswehrstandort nahe Bonn, in dem Berichten zufolge Patriot-Komponenten lagern, wurden zwei Drohnen gesichtet, wenige Tage nachdem am Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff beladene Drohne gefunden worden war. Berlin weitet seine Drohnenabwehr aus.
Die Bundeswehr bestätigte am Samstag, dass die beiden Drohnen am späten Donnerstagabend, 6. August, über dem Standort Mechernich auftauchten, den deutsche Medien als Lager für Ersatzteile von Patriot-Batterien beschreiben. Die Feldjäger rückten aus, bevor die örtliche Polizei übernahm; zur Herkunft der Drohnen wollte sich die Bundeswehr am Sonntag nicht äußern. „Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind tägliches Ziel hybrider Kriegsführung“, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt der Bild am Sonntag, ohne ein Land zu nennen.
Berlin verdoppelt seine Drohnenjäger
Dobrindts Ministerium will die Zahl der Drohnenabwehr-Experten des Bundes von 150 auf 300 und die Zahl der Standorte von vier auf acht erhöhen, berichtete Bild. Handelsblatt berichtet über eine Studie, wonach Europa schlecht auf Drohnenangriffe vorbereitet ist.
Ein Busfahrer erledigte den Job
Ein Busfahrer holte die Drohne vom Himmel, die am Dienstag, 4. August, nach Stunden unentdeckt das Rollfeld in Leipzig/Halle erreichte; FAZ nennt Deutschland am Himmel blind und verweist auf eine SIM-Karte, die auf eine Steuerung über das Mobilfunknetz hindeutet.
Rheinmetall-Chef unter Bewachung
Armin Papperger, wegen mutmaßlicher russischer Mordpläne rund um die Uhr bewacht, sagte der dpa, „Kneifen“ sei keine Option.
Andere Meinungen
Politika und Al Jazeera betonen Moskaus Dementis, die russische Botschaft nannte Leipzig eine „inszenierte Provokation“; das Wall Street Journal deutet die Sichtungen als russischen Test der europäischen Abwehr.