SymbolbildUS-Ölreserve auf niedrigstem Stand seit 1983, während Straße von Hormus gesperrt bleibt
Die strategische Erdölreserve der USA ist auf 304,81 Millionen Barrel gesunken, den kleinsten US-Rohölpuffer seit März 1983. Der venezolanische Sender Telesur berichtete die Zahl am Samstag und verwies auf Freigaben, die Trump angeordnet hatte, nachdem der Iran die Straße von Hormus geschlossen hatte.
Was passiert ist
- Die Bestände fielen innerhalb einer Woche um 0,92 Prozent von 307,65 Millionen Barrel und liegen 24,32 Prozent unter den 402,74 Millionen des Vorjahres.
- Das verbleibende Rohöl deckt laut Zahlen des US-Energieministeriums und der Bank of America Global Research etwa 43 Tage des Bedarfs.
- Washington genehmigte 172 Millionen Barrel über 120 Tage; rund 108,6 Millionen sind bereits auf den Markt gelangt.
- Der Iran schloss die Meerenge, durch die zuvor bis zu ein Fünftel des Weltöls transportiert wurde, fünf Monate nach Beginn der militärischen Konfrontation.
- Trump warnte am 17. Juni, die Reserven würden beim damaligen Förderungstempo „in etwa vier Wochen“ aufgebraucht sein.
Der Blick von außen
Beide Berichte stammen vom venezolanischen, staatsnahen Sender Telesur, der den Kriegsbeginn auf den 28. Februar datiert und ihn als von Washington und Israel begonnenen Angriffskrieg bezeichnet.
Mögliche Folgen
- Ob der Iran die Meerenge wieder öffnet, ist ungeklärt; Telesur berichtet, der Dialog in Oman deute nicht auf eine unmittelbare Änderung hin.
- Laut Kpler muss die Reserve irgendwann wieder aufgefüllt werden, was die Preise in die Höhe treiben würde, wobei die USA als Lieferant letzter Instanz fungieren.
- Trumps Forderung, ExxonMobil und Chevron sollten die Preise an der Zapfsäule senken, bleibt in der verfügbaren Berichterstattung unbeantwortet.
United States: Washington releases strategic crude to contain war-driven energy prices, and Trump accuses ExxonMobil and Chevron of profiting from the increases.
Iran: Tehran keeps the strait closed as long as US pressure and maritime restrictions continue.
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