SymbolbildHuthi-Angriffe auf jemenitische Armeelager greifen auf Saudi-Arabien über
Huthi-Raketen und -Drohnen töteten am Donnerstag mindestens 58 Soldaten der jemenitischen Regierungstruppen in Lagern in Marib und Hadramaut – der verlustreichste Tag seit dem Waffenstillstand von 2022. Dieselben Angriffe verletzten 11 Zivilisten jenseits der Grenze in der saudischen Region Nadschran.
Was passiert ist
- Die Rebellen trafen am Donnerstag, den 6. August, das Lager Al-Ruwaik in Marib sowie Stellungen in Al-Abr und Al-Wadiah in Hadramaut.
- Die Angaben zu den Opferzahlen vom Donnerstag weichen voneinander ab: The American Conservative zitiert AFP mit 38 Toten, TASS zitiert Al Hadath mit 45.
- Unter den Verletzten in Nadschran: sieben Saudis, ein Jemenit, zwei Ägypter, ein Pakistaner, darunter ein vierjähriges Kind mit Verbrennungen zweiten Grades.
- Am Freitag, den 7. August, meldete das Regierungskommando 17 weitere getötete Soldaten, wodurch die Zwei-Tage-Bilanz auf über 60 stieg.
- Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan unterzeichneten am selben Tag ein gemeinsames Verteidigungsabkommen.
Der Blick von außen
TASS fügt unter Berufung auf Al Arabiya und jemenitische Portale hinzu, dass Raketen Wohnviertel und ein Lager für Vertriebene in Marib trafen und dass die Luftabwehr der Armee eine Drohne abschoss. The American Conservative ordnet die Angriffe in den umfassenderen Iran-Krieg ein und zitiert eine Quelle, die den neuen Verteidigungspakt als Vorstufe zu weiterem saudischem Vorgehen gegen die Huthis bezeichnet.
Mögliche Folgen
- Die Opferzahlen sind weiterhin nicht abgeglichen; Huthi-Angaben von Hunderten Opfern sind unbestätigt, und The National weist darauf hin, dass solche Angaben oft übertrieben sind.
- Ob der von der UNO vermittelte Waffenstillstand von 2022 Bestand hat, ist offen; die New York Times berichtet über Befürchtungen, er stehe kurz vor dem Zusammenbruch.
- Die Tragweite des saudisch-türkisch-pakistanischen Pakts ist ungetestet, einschließlich der Frage, ob er zusätzliche Kräfte gegen die Huthis bringt.
- Riads neues maritimes Bündnis am Roten Meer, dessen Kommandeur am Donnerstag ernannt wurde, hat den Schiffsverkehr noch nicht wiederhergestellt.
Houthis (Ansar Allah): Their spokesman says the strikes answered a Saudi-backed military buildup and Riyadh's blockade of ports and Sanaa airport.
Yemeni government: Its defence ministry says the armed forces will respond to the attacks at the appropriate place and time.
Saudi Arabia: The coalition spokesman calls the shelling indiscriminate targeting of civilian objects and a breach of international law.
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