SymbolbildDrei Tote bei Angriffen auf Kiewer Vorort, während russische Truppen auf Slowjansk vorrücken
Russische Luftangriffe auf einen Vorort von Kiew haben am Samstag mindestens drei Menschen getötet, in Odessa beschädigte eine Drohne ein Fußballstadion. Im Donbass rücken russische Truppen auf die Zwillingsstädte Kramatorsk und Slowjansk vor.
Was passiert ist
- Ukrainische Karten wie Deepstate zeigen von Russland gehaltenes Gebiet 15 Kilometer östlich von Kramatorsk und Slowjansk, in Reichweite von FPV-Drohnen.
- Russische Gleitbomben und Drohnen treffen beide Städte täglich; Hauptstraßen sind mit Netzen überspannt, durch das Zentrum von Kramatorsk ziehen sich Schützengräben.
- Am Mittwoch kündigte der Gebietsgouverneur die Evakuierung von etwa 525 Kindern an; Behörden schätzen, dass noch fast 85.000 Zivilisten verblieben sind.
- Naftogaz zufolge wurden in der Nacht zum Freitag, 7. August, sieben Öl- und Gasförderanlagen im Osten der Ukraine beschädigt und stillgelegt.
- Der US-Senat hat laut dem Liveblog der FAZ ein Sanktionsgesetz gegen Russland gebilligt.
Der Blick von außen
Die deutsche Berichterstattung konzentriert sich auf den Verfall des zivilen Lebens in den Zwillingsstädten: Die meisten Tankstellen sind zerstört, die verbliebenen rationieren Kraftstoff, die meisten Restaurants sind geschlossen, während der Markt in Kramatorsk trotz zweier Treffer weiterhin öffnet.
Mögliche Folgen
- Für Kramatorsk und Slowjansk wurde keine allgemeine Evakuierungsanordnung erlassen; die FAZ rechnet damit, dass eine solche folgen wird.
- Russlands Angabe, zwischen dem 1. und 7. August acht Ortschaften eingenommen zu haben, ist nicht unabhängig bestätigt.
- Naftogaz hat nicht mitgeteilt, wann die sieben beschädigten Förderanlagen den Betrieb wieder aufnehmen könnten.
- Der weitere Weg des US-Sanktionsgesetzes ist offen.
Russia: The defence ministry says its troops took eight settlements in the Kharkiv, Sumy and Zaporizhzhia regions between 1 and 7 August and are advancing on the Sloviansk-Kramatorsk agglomeration.
Ukraine: The leadership concedes, according to TASS, that the situation near Sloviansk is difficult and that the defence of the Donbass must be strengthened.
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