SymbolbildIran warnt Golfstaaten vor Angriffen auf Energieinfrastruktur, während sich Saudi-Arabien auf Anschläge einstellt
Iran hat den Golfstaaten mitgeteilt, deren Energieinfrastruktur anzugreifen, sollten die USA erneut iranisches Territorium attackieren. Ein saudischer Vertreter erklärte am Donnerstag, Riad rechne mit koordinierten Angriffen der jemenitischen Huthis und irakischer Milizen.
Was passiert ist
- Irans Außenminister übermittelte die Warnung laut Reuters seinen saudischen, türkischen und katarischen Amtskollegen sowie Pakistans Militärchef.
- Die Kontakte folgten auf Trumps Drohung vom Dienstag, dem 28. Juli, Irans Energienetz anzugreifen, wie fünf Quellen Reuters mitteilten.
- Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman drängte Trump daraufhin, militärische Maßnahmen aufzuschieben und zu Verhandlungen zurückzukehren.
- Riad erklärt, es habe Drohnen und Raketen beobachtet, die sich von Norden und Süden näherten; Geheimdienstinformationen deuten auf Energieanlagen, Häfen und Flughäfen als Ziele hin.
- Am Mittwoch, dem 29. Juli, griffen Saudi-Arabien und CENTCOM vom Iran unterstützte Gruppen im Irak an, nachdem Drohnen saudische Ölanlagen attackiert hatten.
Der Blick von außen
Russlands TASS ordnet die Konfrontation in eine längere Abfolge ein: Die USA und Israel begannen den Krieg am 28. Februar, ein Memorandum vom Juni beendete zunächst die Kampfhandlungen, und Washington nahm am 8. Juli groß angelegte Angriffe wieder auf und warf Teheran vor, die Bedingungen zur Straße von Hormus verletzt zu haben.
Mögliche Folgen
- Bislang wurde kein Angriff auf die Energieinfrastruktur der Golfstaaten gemeldet, sodass Irans Warnung noch nicht auf die Probe gestellt wurde.
- Irakische Milizen kündigten an, auf die Angriffe von Saudi-Arabien und CENTCOM zu reagieren; bislang wurde keine Vergeltung gemeldet.
- Ob Trump neue Angriffe anordnet, bleibt offen; er erklärt, die Konsultationen mit Teheran würden fortgesetzt, und er rechne mit einer Einigung.
Iran: Says it will retaliate against US assets and Gulf energy facilities if attacked again, while calling a diplomatic solution the better way.
Saudi Arabia: Says the expected attacks are supervised by Iran's Revolutionary Guards and could disrupt mediation, and that it is ready to respond to any aggression.
United States: Trump threatened Iran's energy network in late July but says talks with Tehran continue and an agreement is expected soon.
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