SymbolbildUkraine trifft Raffinerien tief in Russland bei massivem Drohnenangriff
Die Ukraine griff in der Nacht auf Donnerstag Ölanlagen tief in Russland an und setzte die Raffinerie Jaroslawneftorgsintes in Jaroslawl in Brand. Russlands Verteidigungsministerium erklärte, die Luftabwehr habe 605 Drohnen über russischen Regionen, dem besetzten Krim sowie dem Schwarzen und Asowschen Meer abgeschossen.
Was passiert ist
- Selenskyj erklärte, ukrainische Streitkräfte hätten zudem eine Raffinerie in Baschkortostan getroffen, mehr als 1.300 Kilometer hinter der Frontlinie im Osten der Ukraine.
- Jaroslawls Gouverneur Michail Evraev meldete den größten Drohnenangriff der Region, wobei Luftabwehr- und Elektronikkampfeinheiten 88 Drohnen zerstörten.
- Evraev zufolge zerstörte der Angriff ein Privathaus, zerbarst Fenster in Wohnhäusern und beschädigte Autos; es gab keine Opfer.
- Twers Gouverneur Witali Koroljow sagte, Drohnentrümmer hätten die Fassade eines Wildberries-Logistikkomplexes leicht beschädigt; eine weitere Lagerhauswand sei am 4. August getroffen worden.
- Selenskyj berichtete zudem, ohne Einzelheiten zu nennen, von Angriffen auf zwei russische Patrouillenboote und auf Schiffe der Schattenflotte im Schwarzen Meer.
Der Blick von außen
Die Nachrichtenagentur Associated Press, verbreitet über die türkische Daily Sabah, ordnet die Angriffe in den Kontext russischer Drohnen- und Gleitbombenangriffe ein, die in derselben Nacht mindestens drei Zivilisten in der Ukraine töteten. Sie fügt hinzu, dass der Iran-Krieg die Bestände an Patriot-Abfangraketen aufgezehrt und Kiews Luftabwehr geschwächt habe – ein Kontext, den russische Medien auslassen.
Mögliche Folgen
- Jaroslawneftorgsintes, nach Kapazität Russlands fünftgrößte Raffinerie, wurde seit Anfang 2026 laut Meduza mindestens sechsmal getroffen.
- Evraev gab keine Erklärung für die heftigen Brände über Jaroslawl ab; Wildberries hat sich zu dem Schaden in Twer nicht geäußert.
- Kiew bemüht sich bei Partnern um Abfangraketen; Selenskyj besprach die Bestände mit NATO-Vertreter Mark Rutte und Finnlands Alexander Stubb.
Russia: The foreign ministry calls the drone strikes crimes against civilians and says law enforcement is gathering evidence to prosecute Ukraine's leadership and military command.
Ukraine: Kyiv presents the deep strikes as a campaign to weaken Moscow's wartime economy, while pressing partners for interceptor missiles against Russian barrages.
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