SymbolbildIsrael greift Südlibanon nach ersten Soldatentoten seit Waffenruhe an
Israel nahm seine Luft- und Artillerieangriffe im Südlibanon wieder auf, nachdem am Mittwoch zwei seiner Soldaten durch eine Sprengfalle getötet worden waren. Die Angriffe fanden parallel zu US-vermittelten Gesprächen mit dem Libanon in Rom statt, die kaum Fortschritte brachten.
Was passiert ist
- Die Sprengfalle detonierte, als israelische Truppen ein Gebäude in Majdal Zoun betraten; vier weitere Soldaten wurden verwundet.
- Dies waren die ersten israelischen Militärtoten im Libanon seit dem 28. Juni, teilte die Armee mit.
- UNIFIL zählte am Mittwoch, dem 5. August, 113 israelische Geschosse – der höchste Tageswert seit dem 21. Juni.
- Das libanesische Gesundheitsministerium meldete innerhalb von 24 Stunden einen Toten und 20 Verletzte, darunter durch einen Drohnenangriff in Tibnin.
- Israel beschoss Mansouri und Burj al-Shamali über Nacht bis Donnerstag, nachdem es die Bewohner von Mansouri aufgefordert hatte, sich 1 km nach Norden zu bewegen.
Der Blick von außen
Breitbart (USA) ist die einzige Quelle, die den UN-Menschenrechtschef zitiert, wonach der Abriss südlibanesischer Städte „gewaltige Warnsignale“ hinsichtlich der Einhaltung des humanitären Völkerrechts aufwerfe, sowie Israels Verteidigungsminister, der erklärte, alle Gebäude in 24 libanesischen Dörfern seien zerstört worden. Al Jazeera (Katar) berichtet, das israelische Militär reiße Häuser ab und brenne Olivenhaine nieder, was Kritiker als ethnische Säuberungskampagne bezeichnen.
Mögliche Folgen
- Ob die Bombe vor oder nach dem Waffenstillstand im Juni gelegt wurde, ist unklar; eine Hisbollah-Quelle lehnte es ab, die Verantwortung zu bestätigen oder zu bestreiten.
- Die „Pilotzonen“ des Juni-Rahmenabkommens haben zu keinem nennenswerten israelischen Rückzug geführt; der Libanon fordert ein Ende der Angriffe und Abrisse.
- Eine libanesische Quelle sagte, Israel werde libanesischen Häftlingen womöglich nur Besuche des Roten Kreuzes statt einer Freilassung gestatten.
- Familien aus Mansouri bleiben außerhalb der Stadt, unter den mehr als 800.000 Vertriebenen, die begonnen hatten zurückzukehren.
Israel: Hezbollah's "blatant" ceasefire breaches compel forceful action, and any withdrawal depends on the group being disarmed.
Lebanon: Seeks a phased Israeli withdrawal and says Israel has made no meaningful concession in seven rounds while its attacks obstruct the deal.
Hezbollah: Refuses to join the talks or surrender its weapons, saying direct negotiations bring Lebanon only "shame, humiliation" and concessions.
Weiter beteiligt