SymbolbildDeutschland stuft Drohnenbombe von Leipzig als professionelle hybride Bedrohung ein
Die deutsche Polizei fand in der Nacht zu Mittwoch neben einem geparkten ukrainischen Antonov-Frachtflugzeug am Flughafen Leipzig/Halle, einem Logistikdrehkreuz von NATO und DHL, eine Drohne mit einem Sprengsatz. Das Bundesinnenministerium spricht von einem professionellen hybriden Bedrohungsszenario.
Was passiert ist
- Ein Flughafenmitarbeiter entdeckte die Drohne in der Sicherheitszone für Fracht nahe der Südbahn; ein Roboter der Bundespolizei entfernte den Zünder.
- Kurz vor Mitternacht am Dienstag, den 4. August, meldete die Polizei ein unbekanntes Flugobjekt; mehrere Frachtflugzeuge und ein Passagierjet wurden umgeleitet.
- Ein DHL-Frachtflugzeug, das die Landung abbrach, kollidierte etwa sechs Kilometer vor dem Flughafen mit einem Objekt und landete mit leichten Schäden am Bug in Hannover.
- Das sächsische Landeskriminalamt und die Extremismusabteilung der Dresdner Generalstaatsanwaltschaft übernahmen den Fall am Mittwoch.
Der Blick von außen
The Guardian berichtet unter Berufung auf die Leipziger Volkszeitung von bis zu 800 Gramm Sprengstoff und einem Zünder, der versagte, und bezeichnet dies als die erste in Europa gefundene Drohne mit Sprengstoff weitab von der ukrainischen Grenze.
Mögliche Folgen
- Kein Verdächtiger wurde benannt: Moskau hat sich nicht geäußert, und die Ermittler haben keine Beweise zur Herkunft der Drohne veröffentlicht.
- Die Angaben zur Sprengladung gehen auseinander, von PETN und Semtex bis zu dem von Bild gemeldeten Gemisch aus Dünger und Benzin.
- Der Flughafenverband ADV erklärt, Leipzig und andere deutsche Flughäfen warteten weiterhin auf die vom Innenministerium versprochenen Drohnenabwehrsysteme.
Germany: Speaks of a new level of danger and a professional hybrid threat scenario, but publicly names no perpetrator.
Ukraine: Its ambassador in Berlin blames Moscow: "Who else could it be but Russia?"
Russia: Has not commented on the incident.
Weiter beteiligt