SymbolbildNATO verspricht dringend Luftabwehr nach Angriff auf Kiew mit 17 Toten
Russlands nächtlicher Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew und die Region am Mittwoch tötete 17 Menschen; die ukrainische Luftabwehr fing keine der ballistischen Raketen ab. Der NATO-Generalsekretär erklärt nun, er arbeite dringend daran, Abfangraketen für die Ukraine zu sichern.
Was passiert ist
- Russland feuerte 24 ballistische Iskander-M-Raketen und vier Zircon/Onyx-Raketen sowie 115 Drohnen ab; die Abwehr schoss 98 Drohnen ab.
- Bürgermeister Klitschko meldete einen Toten und 26 Verletzte in Kiew; weitere Menschen starben in den Bezirken Browary, Butscha und Fastiw.
- Ukrsalisnyzja erklärte, einige der Getöteten hätten auf einem Bahnsteig neben den anvisierten Logistikzentren gestanden.
- Ein Angriff im Kiewer Bezirk Holossijiwskyj verursachte ein Ammoniakleck; im Umland brannten Lagerhallen.
- Die Standorte von Epicentr, Novus, Denka und Rozetka wurden getroffen; TASS beziffert die zerstörte Fläche auf rund 300.000 Quadratmeter.
Der Blick von außen
The Guardian bringt den Mangel an Abfangraketen mit dem Krieg der USA und Israels gegen Iran in Verbindung und verweist auf eine AP-Schätzung, wonach die US-Patriot-Bestände um mindestens 65 Prozent gesunken seien. Die serbische Politika berichtete von einer neuen Warnung der ukrainischen Luftwaffe vor ballistischen Bedrohungen aus dem Nordosten in der Nacht auf Donnerstag.
Mögliche Folgen
- Seit dem NATO-Gipfel im Juli in Ankara, bei dem Mitglieder Käufe im Rahmen von PURL zusagten, wurden keine Lieferungen von Abfangraketen gemeldet.
- Die US-Lizenzierung der ukrainischen Patriot-Produktion bleibt ungeklärt, nachdem Trump die Technologie als schwer weiterzugeben bezeichnet hatte.
- Selenskyj erwartet, dass Moskau vor dem Winter die Produktion ballistischer Raketen steigert und Angriffe auf die Energieinfrastruktur wieder aufnimmt.
- Lockheed Martin lieferte 2025 über 600 seiner neuesten Abfangraketen aus, mit dem Ziel, bis 2030 jährlich 2.000 zu erreichen.
Russia: The Defence Ministry says the strike hit transport, logistics and distribution centres delivering military cargo and facilities producing drones.
Ukraine: Kyiv says the main targets were civilian, including a brewery, construction-material warehouses and a railway station, and blames delayed interceptor deliveries for the deaths.
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