SymbolbildItalien setzt Freizügigkeit aus Spanien aus, EU-Minister stellen sich hinter Madrid
Italien hat die Schengen-Freizügigkeit an seiner Grenze zu Spanien wegen des Massenübertritts nach Ceuta in der vergangenen Woche ausgesetzt. Bei einer Dringlichkeits-Videokonferenz am Dienstag stellten sich die EU-Innenminister stattdessen hinter Madrid.
Was passiert ist
- Am Donnerstag, den 30. Juli, überquerten Zehntausende schwimmend oder um die Hafenmole herum von Marokko aus die Grenze nach Ceuta.
- Spaniens Innenminister zählte 72.000 Ankünfte und 70.000 Rückführungen; The National berichtet, dass sich noch 3.000 bis 5.000 Menschen in der Enklave befinden.
- Die Angaben zu den Todesopfern gehen auseinander: Madrid spricht von mindestens 72, Rabat von 11, The National berichtet von 75 Toten während des Grenzübertritts.
- Ceuta liegt außerhalb des Schengen-Raums, und laut Brüssel und Madrid erreichte kein Migrant das spanische Festland.
- Rom hatte die Dringlichkeits-Videokonferenz am Dienstag beantragt; die Minister verschoben neue EU-Migrationsmaßnahmen auf den Herbst.
Der Blick von außen
TASS berichtet, Italiens Minister habe das Treffen genutzt, um Migrantenzentren in Drittstaaten voranzutreiben, und dabei Ruanda, Uganda, Ghana, Tunesien, Libyen, Usbekistan und Armenien genannt. Daily Sabah stellt Europas Fokus auf Grenzsicherheit der Flüchtlingsbilanz der Türkei gegenüber.
Mögliche Folgen
- Die Ursache des Ansturms ist ungeklärt: Spanien und Marokko machen Manipulation in sozialen Medien verantwortlich, und Europol unterstützt die spanischen Behörden bei den Ermittlungen.
- Italien nannte kein Enddatum für seine Grenzkontrollen; Brüssel erklärt, Spanien müsse die verbliebenen Migranten weiterhin von der EU fernhalten.
- Madrid erklärt, wer kein Bleiberecht habe, werde nach spanischem und internationalem Recht abgeschoben.
Spain: Madrid says it acted immediately with Morocco, that Schengen was never at risk, and summoned Italy's ambassador while criticising Rome's own handling of Lampedusa.
Italy and Denmark: Rome calls the suspension a preventive national-security step, not a verdict on Spain; with Copenhagen it rallied 22 states behind a letter calling Spanish policy a pull factor.
Morocco: Rabat took the returnees back, reported a lower death toll than Madrid and, like Spain, blames social media manipulation for the surge.
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