SymbolbildVermittler rügen Israel nach einem der tödlichsten Tage in Gaza seit dem Waffenstillstand
Israelische Angriffe töteten am Sonntag 18 Palästinenser in Gaza und am Montag zwei weitere – eine der tödlichsten Phasen seit der Waffenruhe im Oktober.
Was passiert ist
- Israelische Medien berichten, Generalstabschef Eyal Zamir müsse Angriffe auf Hamas-Mitglieder nun vorab genehmigen, sofern Soldaten nicht in unmittelbarer Gefahr sind.
- Zuvor genügten bestimmte Kommandeure; die Times of Israel berichtet, die Zahl der Angriffe sei in den vergangenen Tagen bereits gesunken.
- Das Regierungsmedienbüro Gazas zählt seit Beginn der Waffenruhe am 10. Oktober 2025 über 4.000 israelische Verstöße, 1.200 Getötete und 4.100 Verletzte.
- Israelische Streitkräfte zogen sich im Rahmen des Abkommens auf die gelbe Linie zurück, behielten jedoch die Kontrolle über mehr als die Hälfte des Gazastreifens.
- Der Gaza-Gesandte des Board of Peace traf sich am Montag, den 3. August, mit Israels Ministerpräsidenten – laut dem Gremium ein konstruktives Treffen.
Der Blick von außen
Allein TASS gibt wieder, dass Gazas Medienbüro neben Israel auch die US-Regierung für die Angriffe mitverantwortlich macht. Die deutsche Berichterstattung stellt die sinkende Angriffszahl als interne israelische Kommandoentscheidung dar – eine Verbindung, die die Medien der Vermittlerstaaten nicht herstellen.
Mögliche Folgen
- Israels politische Führung hat sich zu der gemeldeten Regeländerung nicht geäußert; die Armee verwies Anfragen an sie.
- Offen: ob Fraktionen persönliche Schusswaffen behalten dürfen und ob Israel freies Geleit für aus Gaza abziehende Kader garantiert.
- Die Vermittler stehen mit Washington über die nächsten Schritte in Kontakt; Israel hat das Schicksal von 10.000 Regierungsangestellten der Hamas nicht bestätigt.
Israel: Netanyahu's office says the published road map does not reflect Israel's positions and demands verifiable, irreversible demilitarisation of Hamas first.
Palestinian factions: Hamas and allied factions insist Israel halt attacks before they implement the weapons clauses, and want to keep personal firearms for self-defence.
Weiter beteiligt