SymbolbildApple wehrt sich gegen britische Anordnung zum Zugriff auf verschlüsselte iCloud-Daten
Apple ist gegen eine Anordnung des Innenministeriums vorgegangen, die Zugriff auf die verschlüsselten iCloud-Daten britischer Nutzer verlangt. The Guardian berichtete am Montag über den Widerspruch, ein Jahr nachdem London eine ähnliche Forderung fallengelassen hatte.
Was passiert ist
- Apple reichte die Beschwerde im vergangenen Monat beim Investigatory Powers Tribunal ein, das über mutmaßlich rechtswidrige Handlungen britischer Geheimdienste entscheidet.
- Die neue technische Zugriffsanordnung betrifft nur britische Nutzer; die im Vorjahr zurückgezogene Forderung richtete sich auch gegen US-Kunden.
- Apple wendet sich gegen die Befugnis der Regierung, solche Anordnungen nach dem Investigatory Powers Act zu erlassen – ein Fall, über den zuerst die Financial Times berichtete.
- Apple hatte seine Verschlüsselungsfunktion Advanced Data Protection im Januar 2025 nach der ersten Anordnung für britische Kunden eingestellt.
- Weder Apple noch das Innenministerium äußerten sich; beiden ist es gesetzlich untersagt, über technische Zugriffsanordnungen zu sprechen.
Mögliche Folgen
- Eine Anhörung zur Verfahrensführung im nächsten Monat soll klären, wie Apples Klage und die parallele Beschwerde von Aktivisten weiterverfolgt werden.
- Privacy International und Liberty haben beantragt, dass Apples Vorbringen öffentlich verhandelt wird.
- Privacy International erklärt, den Inhalt von Apples Klage nicht zu kennen, einschließlich der Frage, ob es um iCloud-Speicher geht.
- Umstritten: die Rechtmäßigkeit und Geheimhaltung des Anordnungsregimes, das das Innenministerium als notwendig und abgesichert bezeichnet.