SymbolbildYen erholt sich nach gemeinsamer Währungsintervention von USA und Japan
Japans Finanzministerium und das US-Finanzministerium kauften am Freitag gemeinsam Yen – ihre erste koordinierte Aktion seit 2011. Der Yen hat sich seither von einem 40-Jahres-Tief erholt.
Was passiert ist
- Der Yen war auf fast 164 pro Dollar gefallen, den schwächsten Stand seit 1986, und lag am Montagnachmittag in Asien bei etwa 156.
- Japans Alleingang im Mai hatte keine dauerhafte Wirkung gezeigt; am Montag legte der Yen um mehr als 1 Prozent gegenüber dem Dollar zu.
- Die Financial Times berichtete, das US-Finanzministerium habe Euro verkauft, um Yen zu kaufen; Nikkei Asia schätzt die Operation vom Freitag auf 32 Milliarden Dollar.
- Der Leitzins der Bank of Japan liegt seit Juni bei 1 Prozent, gegenüber US-Zinsen von 3,5 bis 3,75 Prozent.
Der Blick von außen
Die FAZ (Deutschland) deutet den Schritt der USA als Eigeninteresse: Washington befürchtet, Tokio könnte einen Teil seiner US-Staatsanleihen – des größten ausländischen Bestands – verkaufen, um Yen-Käufe zu finanzieren. Sie verweist zudem auf die japanische Staatsverschuldung von über 200 Prozent des BIP, die von der Intervention unberührt bleibt.
Mögliche Folgen
- Beide Regierungen erklären, sie würden nicht zögern, erneut einzugreifen; ein Zielkurs, ein Betrag oder ein Zeitrahmen wurden nicht genannt.
- Tokio plant, Dollar aus der FIMA-Repo-Fazilität der Fed aus der Pandemiezeit zu beziehen, was Evercore laut Bloomberg als Test der Entschlossenheit sieht.
- Die Zinsdifferenz und die Kosten für Energieimporte aus dem Nahen Osten, beide als Ursachen des Kursverfalls genannt, bleiben unverändert.
Japan: Finance Minister Satsuki Katayama says the joint buying countered excessive volatility and disorderly yen movements, and Tokyo will not hesitate to repeat it.
United States: Trump called the purchases a signal of friendship benefiting both countries and the world economy; Treasury Secretary Scott Bessent says Washington is ready to join further interventions.