SymbolbildVenezuela erhöht Erdbeben-Opferzahl auf 6.125
Venezuelas Nationalversammlung bezifferte die bestätigte Zahl der Todesopfer der Erdbeben vom Juni in einem am Montag veröffentlichten Bulletin auf 6.125. Die Kritik an den Hilfsmaßnahmen der Regierung wächst.
Was passiert ist
- Zwei Beben der Stärke 7,2 und 7,5 erschütterten das Land am Abend des Mittwochs, 24. Juni, im Abstand von etwa 40 Sekunden.
- Ihre Epizentren lagen rund 10 km voneinander entfernt im Bundesstaat Yaracuy; laut TASS folgten mehr als 1.500 Nachbeben.
- Am stärksten betroffen waren laut Al Jazeera der Küstenstaat La Guaira und die Hauptstadt Caracas.
- Das Bulletin verzeichnet 6.462 lebend aus den Trümmern geborgene Menschen und rund 61.000 in Krankenhäusern behandelte Personen.
- Inspekteure begutachteten 43.679 Gebäude, von denen 41.624 beschädigt sind; 287 Wohneinheiten gingen an obdachlos gewordene Menschen.
Der Blick von außen
Al Jazeera zitiert einen Bericht der Weltbank, der die Sachschäden auf fast 20 Milliarden Dollar beziffert, und merkt an, dass trotz internationaler Unterstützungszusagen weiterhin unklar bleibt, woher das Geld kommen soll. TASS gibt die Zahlen des Bulletins wieder, ohne auf die Kritik an den Hilfsmaßnahmen einzugehen.
Mögliche Folgen
- Die Finanzierung des Wiederaufbaus ist ungeklärt: Nach den Beben zugesagte Auslandshilfen wurden nicht mit konkreten Finanzierungsquellen unterlegt.
- Befürworter fordern eine Lockerung oder Aufhebung der noch aus Maduros Amtszeit bestehenden US-Sanktionen, um Geldflüsse zu erleichtern.
- Der Gouverneur von La Guaira zählte am Freitag noch 1.338 Vermisste; das Wochenbulletin nennt keine Zahl zu den Vermissten.
- Rodríguez zufolge wurden 16,5 Prozent der Trümmer beseitigt; ein Zeitplan für die Bergungsarbeiten wurde nicht veröffentlicht.
So sehen es die Lager
Venezuelan government: Publishes weekly tallies of dead, rescued, treated and inspected buildings as evidence that relief and assessment work is advancing.
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