SymbolbildRosatom meldet Drohnenangriff wenige Meter vom Reaktorgebäude von Saporischschja entfernt
Rosatom zufolge hat eine ukrainische Kampfdrohne in der Nacht auf Sonntag das Atomkraftwerk Saporischschja getroffen. Der russische Betreiber meldet keine Explosion und unveränderte Strahlenwerte.
Was passiert ist
- Die Drohne traf die Galerie, die alle sechs Kraftwerksblöcke verbindet, einen Gang für Personal, sagte Rosatom-Chef Alexej Lichatschow.
- Der Einschlagspunkt lag mehrere Meter vom Reaktorgebäude von Block Nr. 3 entfernt.
- Am Donnerstag, dem 30. Juli, wurde laut Rosatom eine nicht explodierte Drohne nahe dem Trockenlager für abgebrannte Brennelemente gefunden.
- Am Freitag, dem 31. Juli, traf eine Drohne ein fünfstöckiges Wohnhaus in Enerhodar; fünf Wohnungen brannten aus, eine Frau starb.
- Die Kraftwerksleitung erklärt, das Personal kontrolliere alle Sicherheitsparameter und der Strahlungshintergrund bleibe innerhalb natürlicher Grenzwerte.
Der Blick von außen
Alle vorliegenden Angaben stammen von Rosatom, der russischen Werksleitung und der Staatsagentur TASS. Keine ukrainische, westliche oder IAEO-Berichterstattung zu dem Vorfall liegt im Quellenmaterial vor.
Mögliche Folgen
- Weder der Angriff noch der gemeldete Versuch an der Lagerstätte für abgebrannte Brennelemente sind außerhalb russischer Staatskanäle bestätigt.
- Rosatom zufolge fallen die Angriffe nun in den Bereich des Kraftwerksperimeters, nahe sicherheitskritischer Anlagen.
- Offen ist, ob die Angriffe auf Enerhodar und das Kraftwerksgelände im seit dem 27. April gemeldeten Tempo weitergehen.
So sehen es die Lager
Russia: Rosatom and the plant management say Kyiv is deliberately attacking nuclear infrastructure and civilians in Energodar, creating direct nuclear safety risks.
Ukraine: No Ukrainian statement on the reported strikes appears in the available sources.