SymbolbildFortschritte bei chinesischen Chips lösen weltweite Marktschwankungen aus
Ein Börsengang des chinesischen Speicherherstellers CXMT in Shanghai und Berichte über einen chinesischen Lithografie-Durchbruch ließen Chip-Aktien in der vergangenen Woche weltweit einbrechen. Am Freitag erholten sich die Märkte wieder.
Was passiert ist
- CXMT ging am Montag, den 27. Juli, in Shanghai an die Börse und stieg im Wert um 466% auf 3,3 Billionen Yuan (365 Mrd. £).
- Am selben Tag hieß es in Berichten, China habe eigene Tiefultraviolett-Lithografiemaschinen gebaut – eine Technik, die das niederländische Unternehmen ASML monopolisiert hatte.
- Südkoreas Kospi fiel am Dienstag um 11,5% und einen Tag später um weitere 6%, belastet von SK Hynix und Samsung Electronics.
- Der Nasdaq geriet am Donnerstag kurzzeitig in eine Korrektur; Nvidia verlor mehr als 5%, und Apple überholte das Unternehmen als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen.
- Starke Ergebnisse von Amazon und Microsoft ließen den Kospi am Freitag um fast 20% steigen, nach seinem schlechtesten Monat seit Oktober 2008.
Der Blick von außen
The Guardian merkt, von außerhalb der US-chinesischen Rivalität schreibend, an, dass CXMT DRAM-Speicher herstellt statt der GPUs, die im Zentrum von KI-Systemen stehen, und das Unternehmen Nvidia somit eher ergänzt als konkurriert. Von der Zeitung zitierte Analysten bezeichnen den Ausverkauf bei Speicherchip-Aktien als Überreaktion und verweisen auf einen globalen Speichermangel, der voraussichtlich bis 2030 anhalten wird.
Mögliche Folgen
- Ob China Lithografiemaschinen im großen Maßstab bauen kann, ist unbestätigt; von The Guardian zitierte Analysten sagen, konkurrierende Chipfabriken seien noch Jahre entfernt.
- Bloomberg berichtete am Montag über eine Lücke zum 1-Billionen-Dollar-Bewertungsziel von CXMT, ohne über die Schlagzeile hinaus Details zu liefern.
- Der anhaltende Speicherchipmangel dürfte Telefone und Computer teurer machen.