SymbolbildYen legt nach gemeinsamer Devisenintervention Japans und der USA zu
Japan und die Vereinigten Staaten intervenierten in der vergangenen Woche gemeinsam am Devisenmarkt, um den Yen zu stützen. Es war laut Nikkei Asia die erste gemeinsame Operation dieser Art seit 2011.
Was passiert ist
- Nikkei Asia datiert die Operation auf Freitag, den 31. Juli, und berichtet, sie sei zwischen Tokio und Washington abgestimmt gewesen.
- Trump bestätigte die gemeinsame Intervention öffentlich, wie Handelsblatt und Bloomberg am Montag berichteten.
- Der Yen ist seither auf 155 je Dollar gestiegen, Händler sind auf eine Wiederholung vorbereitet (Nikkei Asia).
- Bloomberg berichtet, dass Baisse-Positionen gegen den Yen nun dem Risiko einer Auflösung ausgesetzt sind.
Der Blick von außen
Die deutsche und britische Berichterstattung konzentrierte sich weniger auf die Marktbewegung selbst als auf deren Status und Dauerhaftigkeit: Das Handelsblatt berichtete am Sonntag, den 2. August, zunächst nur über eine offenbar erfolgte gemeinsame Stützung und titelte einen Tag später mit Trumps Bestätigung, während die Financial Times den Fokus auf die Aussicht auf eine weitere Operation legte.
Mögliche Folgen
- Offen ist, ob der Yen ohne weitere Käufe nahe 155 bleibt; Nikkei berichtet, dass sich Händler auf eine weitere Operation einstellen.
- Volumen, Finanzierung und Mechanik der Operation vom Freitag werden in den verfügbaren Berichten nicht genannt, die allesamt nur Teaser-Länge haben.
- Eine zweite gemeinsame Operation würde zeigen, wie weit die Unterstützung Washingtons über ein einmaliges Signal hinausgeht.
Japan: Tokyo says it will not hesitate to act again together with Washington if needed, according to Katayama, cited by Nikkei Asia and the Financial Times.
United States: Trump calls the US role in the yen intervention a signal of friendship, while Bessent warns of further joint action (Bloomberg).