SymbolbildWarnungen vor starkem Anstieg der Lebensmittelpreise, da Hitze und Krieg die Getreideversorgung belasten
Bloomberg berichtete am Samstag, dass bewaffnete Konflikte und Extremwetter die weltweiten Lebensmittelpreise deutlich in die Höhe treiben könnten. Hitze und Dürre in Europa mindern die Getreideernte.
Was passiert ist
- Russland und die Ukraine stehen laut Bloomberg für mehr als ein Viertel der weltweiten Weizenversorgung.
- Beide Länder liefern zudem zwei Drittel der Sonnenblumenölexporte und ein Zehntel der Maisexporte.
- Die Versorgung über das Schwarze Meer ist Bloomberg zufolge schwierig geworden.
- Hitze, Dürre und Waldbrände in Europa könnten den größten Rückgang der Getreideproduktion seit Jahrzehnten verursachen.
- Die Militäroperation der USA und Israels gegen Iran hat die Treibstoff- und Düngerpreise steigen lassen.
Der Blick von außen
Das deutsche Handelsblatt berichtet, dass Russlands Getreidelobby vor einem vollständigen Stopp der Exporte über das Schwarze Meer gewarnt hat und damit weiter geht als die von Bloomberg beschriebenen Transportschwierigkeiten. TASS, das den Bloomberg-Bericht wiedergibt, nennt El Niño und wärmeres Oberflächenwasser im Pazifik als weiteres Risiko für wichtige Reisproduzenten und -exporteure.
Mögliche Folgen
- Keiner der Berichte beziffert, wie stark der Getreideverkehr über das Schwarze Meer derzeit beeinträchtigt ist oder wie lange dies anhalten wird.
- Das Ausmaß des europäischen Ernteausfalls ist noch nicht erfasst; Schätzungen beruhen auf der andauernden Hitze und den Waldbränden.
- Die Kosten für Dünger und Treibstoff bleiben an den Verlauf der Operation gegen Iran gekoppelt.
- Die Auswirkung von El Niño auf reisexportierende Länder ist bislang nur eine Prognose, kein erfasster Verlust.