SymbolbildLitauen bestellt russischen Botschafter ein, nachdem Kiew-Angriff Botschaft beschädigt
Russische Raketen töteten in der Nacht zum Samstag in Kiew mindestens neun Menschen und beschädigten die litauische Botschaft. Vilnius hat daraufhin den russischen Vertreter dort einbestellt.
Was passiert ist
- Russland feuerte in der Nacht zum Samstag, den 1. August, 35 Raketen – davon 27 ballistische – sowie 185 Drohnen auf Kiew und die umliegende Region ab.
- Die ukrainische Luftabwehr schoss laut Folhas Zählung eine ballistische Rakete, einen Marschflugkörper und 154 Drohnen ab.
- Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko meldete neun Tote und 28 Verletzte; Le Monde beziffert die Zahl der Verletzten auf 33.
- Selenskyj erklärte, die Angriffe hätten 18 Wohngebäude, eine Schule und kritische Infrastruktur in mehreren Kiewer Bezirken beschädigt.
- Litauens Außenminister Kestutis Budrys sagte, Raketen seien nur wenige Meter von der Botschaft entfernt eingeschlagen, Mitarbeiter seien nicht verletzt worden.
Der Blick von außen
Die brasilianische Folha stellt die Nacht in den Kontext einer Julibilanz von 376 auf die Ukraine abgefeuerten Raketen, davon 126 ballistische, und berichtet, dass ukrainische Seedrohnen am selben Tag ein Containerschiff versenkten, das einer Tochtergesellschaft von Rosatom gehörte. Le Monde ergänzt, dass laut dem russischen Antiterror-Komitee am Samstag eine improvisierte Sprengvorrichtung in einem Moskauer Café drei Menschen tötete.
Mögliche Folgen
- Die Opferzahlen gehen auseinander: Die meisten Medien berichten von neun Toten in Kiew, während Folhas spätere Meldung von mindestens zehn spricht.
- Ob die Ukraine oder ein europäischer Verbündeter Patriot-Abfangraketen in Lizenz bauen darf, ist in Washington weiterhin ungeklärt.
- Die Einbestellung des russischen Vertreters in Vilnius durch Litauen hat noch nicht stattgefunden.
- Die Ukraine plant ein Botschaftertreffen zu Waffenlieferungen und der Durchsetzung von Sanktionen und verweist dabei auf Lücken in den Rechtsordnungen der G7-Staaten.
Russia: The defence ministry calls the strikes high-precision hits on military-industrial firms and logistics centres, and Moscow denies deliberately targeting civilians.
Ukraine: Zelensky says the lack of Patriot interceptors encourages such attacks and demands deliveries now plus sanctions on suppliers to Russia's missile industry.
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