SymbolbildUS-Finanzministerium kauft gemeinsam mit Japan Yen
Das US-Finanzministerium kaufte am Freitag gemeinsam mit Japan Yen – nach Berichten der Financial Times die erste derartige Intervention seit 2011. Der Yen schoss in die Höhe, nachdem Tokio bereits einen Tag zuvor eingegriffen hatte.
Was passiert ist
- Japanische Behörden kauften am Donnerstag, den 30. Juli, Yen; Nikkei Asia beziffert den Umfang auf bis zu 44 Milliarden Dollar.
- Bloomberg beruft sich auf Daten der Bank von Japan, wonach Käufe im Umfang von rund 8,45 Billionen Yen erfolgten.
- Reuters fotografierte am Freitag um 11:33 Uhr Scott Bessents Notizblock von Camp David: "Buy Japanese Yen (JPY) $5-10 bil".
- Zwei Stunden zuvor hatte das Finanzministerium mehrere Banken darüber informiert, dass es noch am selben Tag intervenieren könnte, berichtete Reuters.
- Daten von LSEG zeigen, dass der Dollar am späten Freitag von rund 158,9 auf etwa 157,6 Yen fiel – ein Rückgang von rund 0,8 Prozent.
Der Blick von außen
Bloomberg, zitiert vom Guardian, bringt den Kursrückgang des Yen teilweise mit steigenden Ölpreisen in Verbindung – ein Faktor, der in den anderen Berichten fehlt – und deutet die Unterstützung Washingtons für Tokio als neue Normalität in der Abstimmung.
Mögliche Folgen
- Das Finanzministerium hat nicht bestätigt, ob es interveniert hat; ein Sprecher reagierte nicht auf eine Anfrage von Reuters.
- Ob die auf der Liste vermerkten 5 bis 10 Milliarden Dollar tatsächlich umgesetzt wurden und in welchem Umfang, bleibt offen.
- Nikkei Asia berichtet, das Finanzministerium habe Banken mitgeteilt, dass weitere Yen-Interventionen möglich seien.
- Die Bank von Japan beließ die Zinsen am Freitag unverändert und hält laut Bloomberg eine Zinserhöhung im September weiterhin für möglich.