SymbolbildErdbebenbilanz in Kumamoto steigt auf 35 – Suche in eingestürztem Einkaufszentrum dauert an
Vier Tage nach dem Erdbeben der Stärke 7,1, das die japanische Präfektur Kumamoto erschütterte, lag die Zahl der Todesopfer am Freitag zwischen 34 und 35. Rettungskräfte arbeiteten bei Temperaturen über 35 Grad Celsius weiterhin in einem zerstörten Einkaufszentrum.
Was passiert ist
- Das Erdbeben erschütterte Kyushu am Dienstag, den 28. Juli, löste eine Explosion in einem Einkaufszentrum aus und brachte den Schornstein einer Fabrik zum Einsturz.
- TASS berichtet von mehr als 120 Verletzten; der AP-Bericht spricht von Dutzenden und führt einen weiteren Todesfall auf, der noch untersucht wird.
- Mehr als 79.000 Haushalte waren ohne fließendes Wasser, und zwischen 2.700 (AP) und 5.300 (TASS) ohne Strom.
- Mehr als 9.000 Menschen hielten sich in Notunterkünften auf, wo die Behörden zusätzliche Stromquellen für Klimaanlagen installierten.
Der Blick von außen
Nur TASS nennt eine Zahl für den Einsatz der Rettungskräfte, etwa 4.600 Angehörige der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte. Der von Daily Sabah übernommene AP-Bericht konzentriert sich stattdessen auf die industriellen Folgen: TSMC evakuierte Mitarbeiter aus seinem Werk in Kumamoto und nimmt den Betrieb wieder auf, nachdem Inspektionen die Standsicherheit der Struktur bestätigt haben.
Mögliche Folgen
- Die Behörden haben noch nicht ermittelt, wie viele Menschen vermisst werden; die Schäden an Wohnhäusern und Infrastruktur werden noch erfasst.
- Die Behörden wollten die Stromversorgung für die meisten Haushalte bis Freitagabend wiederherstellen; die Wasserversorgung für Zehntausende bleibt unterbrochen.
- Nach Stromausfällen, die Tankstellen lahmlegten, wurde der Treibstoff knapp, sodass Menschen in Autos schliefen, ohne die Klimaanlage nutzen zu können.
- Die AP berichtet von der Sorge, dass die Lieferketten für Halbleiter und Autoteile über Monate hinweg gestört sein könnten.