SymbolbildBig-Tech-KI-Ausgaben steigen weiter – Meta verbucht Leasingverpflichtungen für Rechenzentren über 279 Milliarden Dollar
Amazon meldete einen um 69 Prozent gestiegenen Investitionsaufwand, und Meta legte künftige Leasingverpflichtungen für Rechenzentren in Höhe von 279 Milliarden Dollar offen, die an den Ausbau seiner Infrastruktur für künstliche Intelligenz gekoppelt sind. Die Zahlen von Microsoft zeigten, dass derselbe Ausbau trägt, mit steigendem Gewinn dank Cloud-Geschäft und Rechenzentrums-Leasing. In der Berichterstattung herrscht Einigkeit darüber, dass die Ausgaben weiter wachsen; sie geht jedoch auseinander bei der Frage, ob Investoren weiter dafür zahlen werden.
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Was passiert ist
Amazons Investitionsaufwand stieg laut den am Freitag, den 31. Juli, veröffentlichten Ergebnissen um 69 Prozent und setzte damit eine Reihe von Steigerungen bei den größten US-Technologieunternehmen fort. Einen Tag zuvor, am Donnerstag, den 30. Juli, legte Meta künftige Leasingverpflichtungen für Rechenzentren in Höhe von 279 Milliarden Dollar offen, die an den Ausbau seiner Infrastruktur für künstliche Intelligenz gekoppelt sind – eine Zahl, die Bloomberg direkt aus der Unternehmensmeldung berichtete. Die Quartalszahlen von Microsoft zeigten einen steigenden Gewinn dank Rekordumsätzen im Cloud-Geschäft und beim Leasing von Rechenzentren. Bloomberg und die New York Times arbeiten mit denselben Zahlen, und keines der beiden Medien berichtet, dass eines der Unternehmen seine Ausgabenpläne zurückfährt. Was sie unterscheidet, ist die Deutung: Bloomberg bezeichnet die Ausgabenwelle als solide, die Times berichtet von wachsenden Sorgen über die Aufwendungen der Branche. Die Märkte haben den Sektor entlang derselben Linie sortiert, wobei koreanische Chip-Aktien innerhalb von zwei Tagen 16 Prozent verloren.
Mögliche Folgen
Die Uneinigkeit liegt inzwischen bei den Bewertungen, nicht beim Ausbau selbst, da Investoren jedes Unternehmen nach der Höhe seiner KI-Rechnung und danach bepreisen, was es dafür vorweisen kann. Meta geht in dieses Urteil mit einem Plan, den Bloomberg als dystopisch, aber lukrativ beschreibt, und mit Leasingverpflichtungen, die vertraglich fixiert und nicht frei wählbar sind, was einen Großteil seiner künftigen Kosten unabhängig von der Nachfrage festschreibt. Im Umfeld desselben Ausbaus bleibt Nvidias berichtete Absicherung von 250 Milliarden Dollar für OpenAIs rund 500 Milliarden Dollar teures Rechenzentrumsprojekt von beiden Unternehmen unbestätigt, während NextEra und Brookfield laut Wall Street Journal und Bloomberg einen separaten Campus im Wert von 100 Milliarden Dollar in Kentucky vereinbart haben. Die nächsten Anhaltspunkte sind die noch ausstehenden Quartalsberichte und die Frage, ob weitere Unternehmen Meta darin folgen, langfristige Leasingverpflichtungen offenzulegen.