SymbolbildÖlpreis mit stärkstem Wochenverlust seit Covid, Iran-Entscheidung steht aus
Brent schloss am Freitag bei 98,32 Dollar, mehr als 13 Prozent unter dem Wochenstart, nachdem die Verluste der Republikaner bei den Zwischenwahlen Hoffnungen auf eine Entspannung mit Iran nährten.
Brent war am Mittwoch, 4. November, um 8,7 Prozent auf 94,62 Dollar gefallen, den niedrigsten Schlusskurs seit dem 31. August, nachdem die Demokraten Repräsentantenhaus und Senat gewonnen hatten. The National schreibt, das Ergebnis gelte weithin als Rüge für Präsident Donald Trump wegen des Iran-Kriegs, und Vizepräsident JD Vance erklärte auf X, die Republikaner hätten wegen des Kriegs verloren. WTI schloss am Freitag bei 90,83 Dollar, auf Wochensicht 12,7 Prozent niedriger. Die Preise erholten sich seit Donnerstag teilweise, als Trump sagte, er werde bald entscheiden, ob er die Angriffe auf Iran wieder aufnimmt oder ein Abkommen anstrebt.
Versorgungsrisiken bleiben
Teheran erklärte am Donnerstag, in der Straße von Hormus seien drei weitere Schiffe getroffen worden, und die Huthi haben im Juli eine Blockade saudischer Schifffahrt ausgerufen. Bloomberg berichtet, die OPEC-Förderung sei dank einer saudischen Erholung nahe an das Vorkriegsniveau gekommen, während die Beratungsfirma FGE laut Bloomberg iranische Ölexporte nahe null und ein Friedensabkommen für unwahrscheinlich hält.
Europas Gasspeicher leeren sich schnell
Gazprom erklärte am Freitag unter Berufung auf Daten von Gas Infrastructure Europe, Europa habe in der ersten Heizsaisonwoche 2,5 Prozent der Sommereinspeicherung entnommen, die Füllstände lägen unter 74 Prozent. Nach seinen Angaben speiste die EU 51 Mrd. m³ ein, verlangt waren 68 Mrd. m³.