SymbolbildDutzende Tote auf Markt in Taiz, Huthi und Regierung weisen sich gegenseitig die Schuld zu
Bei einem Angriff auf einen Markt im Gouvernement Taiz sind am Freitag Dutzende Menschen getötet worden. Die Huthi machen saudische Flugzeuge verantwortlich, die Regierung eine Huthi-Rakete.
Das Gesundheitsministerium der Huthi erklärt, drei saudische Luftangriffe auf den Markt al-Hadara im Bezirk al-Waziiya hätten 30 Zivilisten getötet und acht verletzt. Der Militärsprecher der Huthi, Yahya Saree, sagte, die Flugzeuge seien in Khamis Mushait gestartet. Regierungssprecher Majed al-Nazili sagt, die Huthi hätten ballistische Raketen abgefeuert, und spricht von einem "Kriegsverbrechen"; lokale Regierungsbehörden bestreiten jegliche Luftangriffe dort. Al Jazeera konnte keine der beiden Darstellungen überprüfen, die saudisch geführte Koalition hatte sich nicht geäußert.
Kampf um al-Waziiya
Der Reporter von Al Jazeera sagt, der von den Huthi gehaltene Bezirk, der einen großen Teil der westlichen Rotmeerküste kontrolliert, werde täglich von der Koalition angegriffen. Die jemenitische Armee erklärt, sie habe am Freitag mehrere Gebiete im Gouvernement Taiz zurückerobert.
Beschuss auf Saudi-Arabien
Am Donnerstag erklärte die Koalition, sie habe eine Huthi-Rakete in Richtung der Region Medina abgefangen; die Huthi nennen das Verleumdung. Am Freitag teilten saudische Streitkräfte mit, sie hätten über der Region Mekka eine Drohne abgeschossen, ohne deren Herkunft zu nennen, berichtet Le Monde.
Syrische Ausbilder für Riad
Syria TV zufolge hat Syrien unter Berufung auf einen hochrangigen syrischen Diplomaten im Rahmen eines bilateralen Verteidigungsabkommens Ausbilder für Training und Beratung entsandt, vorerst aber keine Truppen. Reuters berichtet unter Berufung auf Quellen ebenfalls von Beratung und Ausbildung. Syrien hatte zuvor einen Axios-Bericht über Gespräche zur Entsendung von 10.000 bis 20.000 Soldaten dementiert.