SymbolbildDrei griechische Feuerwehrleute sterben, während Brände bei Bordeaux und Madrid unter Kontrolle gebracht werden
Die griechische Feuerwehr teilt mit, dass drei Feuerwehrleute bei der Bekämpfung von Bränden auf Kreta und im Süden des Festlands ums Leben gekommen sind. In Frankreich und Spanien brachten Einsatzkräfte die großen Brände bei Bordeaux und westlich von Madrid unter Kontrolle, doch starke Winde und eine vierte Hitzewelle drohen neue Ausbrüche auszulösen. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez bezeichnete die nächsten zwölf Stunden als entscheidend. Die SNCF hält die TGV-Verbindungen südlich von Bordeaux bis Sonntag ausgesetzt.
Spanien FrankreichEuropean CommissionEuropean Forest Fire Information SystemSociété nationale des chemins de fer français
Was passiert ist
Die griechische Feuerwehr erklärte, dass drei ihrer Feuerwehrleute bei der Bekämpfung von Waldbränden auf Kreta und im Süden des Festlands ums Leben gekommen seien. In Frankreich verhinderten Einsatzkräfte, dass ein Feuer in den Kiefernwäldern bei Bordeaux auf die Vororte der Stadt übergriff; die Präfektur der Gironde bezifferte die verbrannte Fläche auf 42.000 Hektar und teilte mit, seit Ausbruch des Feuers seien 126 Feuerwehrleute verletzt worden. Die spanischen Rettungsdienste brachten den Brand westlich von Madrid über Nacht unter Kontrolle, und Innenminister Fernando Grande-Marlaska bezeichnete den größten je in Spanien verzeichneten Waldbrand als technisch stabilisiert, während ein weiterer Brand bei València außer Kontrolle blieb. Während der vierten Hitzewelle des westeuropäischen Sommers, begleitet von starken Winden, wurden in Bordeaux 38 Grad und in Madrid 37 Grad erreicht. Sánchez erklärte, die nächsten zwölf Stunden seien entscheidend, und wies darauf hin, dass Spanien erstmals einen Brand auf die operative Stufe 3 hochgestuft habe, wodurch die Zentralregierung die Verantwortung für die Einsatzleitung übernimmt. Laut The Guardian haben mehr als 330.000 Menschen in Südeuropa ihre Wohnungen und Hotels verlassen; am Dienstag begannen die Behörden, die Evakuierungsanordnungen aufzuheben.
Der Blick von außen
Medien außerhalb der betroffenen Länder deuten den Sommer eher als strukturelle Belastungsprobe denn als Einzelnotfall. Die New York Times beschreibt die Saison als eine Abrechnung Europas mit dem Klimawandel und warnt, dass Schlimmeres noch bevorstehen könnte, selbst wenn sich die Brände jetzt verlangsamen. The Guardian zitiert das European Forest Fire Information System, wonach die Brände eine Rekordfläche in Frankreich verwüstet haben, wobei auch Frankreich und Spanien Rekordzahlen an Bränden für diese Jahreszeit verzeichnen.
Mögliche Folgen
Die SNCF hat die Aussetzung der TGV-Verbindungen südlich von Bordeaux bis Sonntag, den 2. August, verlängert und erklärt, die Präfektur habe die Bahnbeschränkungen noch nicht aufgehoben, sodass der Netzbetreiber seine Anlagen noch nicht überprüfen könne; zusätzlich werden über 9.000 Sitzplätze über Toulouse bereitgestellt, und das Verkehrsministerium hat die kostenlose Umbuchung bis zum 4. August verlängert. Neue Brände brachen im Var nahe Brignoles aus, wo 600 bis 700 Menschen das Gebiet verließen, sowie in Couchey bei Dijon und erneut im Wald von Fontainebleau. In Spanien evakuierte die Regionalregierung von Kastilien-León zwölf Dörfer rund um Fermoselle im Nationalpark Arribes del Duero; Medienberichten zufolge wurden rund 950 Menschen in Sicherheit gebracht. Sánchez bezifferte die Zahl der aktiven Brände in Spanien auf zehn und erklärte, er habe die Europäische Kommission gebeten, in Son Sant Joan auf Mallorca ein europäisches Feuerwehrzentrum einzurichten.
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Quellen