SymbolbildDrei weitere Tanker in Hormus explodiert, Inder bei Angriff nahe Oman getötet
Irans Revolutionsgarden sagen, drei Tanker seien am Dienstag in der Straße von Hormus nach der Wahl einer nicht genehmigten Route auf Seeminen gelaufen. Unabhängig davon meldet Indiens Außenministerium, bei einem Angriff auf ein Schiff nahe Oman sei ein Inder getötet worden.
Die Marine der Revolutionsgarden (IRGC) erklärte am Dienstag, 3. November, drei Öltanker seien in den frühen Morgenstunden vor der Südküste der Meerenge explodiert und in Brand geraten. Die Schiffe hätten ihre Navigations- und Identifikationssysteme abgeschaltet und seien auf einer nicht genehmigten Route auf Minen gelaufen, so die Garden. Ihre Durchfahrtsregeln seien wiederholt per Funk und in Mitteilungen verbreitet worden. Schiffe, die sich nicht daran hielten und mit dem US-Militär zusammenarbeiteten, müssten mit ähnlichen Vorfällen rechnen. Ursache der Explosionen und mögliche Opfer sind unabhängig nicht bestätigt.
Inder nahe Oman getötet
Reuters berichtet, das indische Außenministerium habe mitgeteilt, ein indischer Staatsbürger sei bei einem Angriff auf ein Schiff nahe Oman ums Leben gekommen. Aus dem vorliegenden Text geht nicht hervor, ob ein Zusammenhang mit den drei Tankern besteht.
Streit mit CENTCOM
Die IRGC wies die Darstellung des US-Zentralkommandos zurück und erklärte, die Lage sei anhand der Entwicklungen vor Ort zu beurteilen. Das vom CENTCOM-Kommandeur verbreitete Material nannte sie Archivaufnahmen.
Wachsende Bilanz
Nach Angaben der Garden brennen seit dem 25. Oktober 11 Schiffe, die gegen ihre Regeln verstoßen hätten, einige sanken. Die IMO erklärte am Montag, die tatsächliche Zahl der Angriffe liege wahrscheinlich über den seit Februar erfassten 125.
Andere Meinungen
Tehran Times gibt die Darstellung der IRGC unkommentiert wieder, Politika betont dagegen, dass die Angaben der Garden zu Ursache und Opfern unbestätigt sind.